Fühlt sich wohl in der englischen Fußballprovinz: Ex-Bayern-Keeper Bernhard Hirmer bei seinem Besuch in H’bergmoos. ev

Kick-Off für die nächste Runde des Berufsorientierungsprogramms

Hallbergmoos - Die „Coachingzone“ geht in eine neue Runde: Nach der Premiere 2011 kommen erneut 22 Achtklässer in den Genuss dieses speziellen Förderprogramms. Diesmal mit einem Ex-Bayern-Torhüter.

Die „Coachingzone“ gliedert sich in drei Projektphasen: dem „Kick-Off“ mit einem prominenten Sportler, einer Reihe von Workshops und Projekttage, in denen Trainer des SV Zukunft en bloc und intensiv mit den Teenagern trainieren. Ziel des Projekts ist es, den Schülern Werte, Schlüsselkompetenzen, Selbstbewusstsein, Eigeninitiative, Wahrnehmung- und Kommunikationsfähigkeiten zu vermitteln - und an den individuellen Talenten orientierte Berufsperspektiven aufzuzeigen.

Eigentlich hätte Erich Kühnhackl bei der Auftaktveranstaltung der Coachingzone im Hallbergmooser Klassenzimmer stehen sollen. Doch der musste zur Beerdigung von Ex-Nationaltrainer Xaver Unsinn - und so sprang der ehemalige Bayern-Torhüter Hirmer ein. Er war gerade auf der Durchreise nach Jerusalem, wo er für den SV Zukunft junge Palästinenser coacht.

In seiner Profi-Karriere war der Kicker unter anderem in Diensten des FC Bayern München. Heute arbeitet er an der Seite von Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann als Torwarttrainer bei einem englischen Fünftligisten. Für die Schüler war es kein schlechter Tausch, denn mit dem Metier Fußball kennen sich die meisten aus. In einem „Einspieler“ erfuhren die Schüler über den ungewöhnlichen Weg des prominenten Gastes - vom FC Bayern in die englische Fußballprovinz. Auf das Treffen hatten Klassleiterin Martina Beyer und SV Zukunft-Coach Birgit Moser-Niefanger die Schüler gut vorbereitet: Schüler Franz begrüßte die Anwesenden, darunter auch Bürgermeister Klaus Stallmeister, formvollendet. Schülerin Jacqueline moderierte die Fragerunde geschickt - und wer eine Frage stellte, erhob sich, damit von allen Anwesenden wahrgenommen wird.

Nach anfänglicher Scheu entwickelten sich aufschlussreiche, entspannte Gespräche zwischen Gast und Schülern. Dass er, der einst mit Lothar Matthäus und Giovanni Trappatoni auf Augenhöhe stand, auch fernab des großen Rampenlichts „ein glücklicher Mensch“ sei, dass es im Leben „immer wieder neue Chancen“ gibt, es wichtig sei, sich Ziele zu stecken, sich fortzubilden, sich tagtäglich zu verbessern, zu lernen, mit Druck „und der Angst vor der Flanke“ umzugehen, ließ Hirmer wissen. Und dass er als Schüler einst „wahrscheinlich dieselben Probleme wie ihr“ hatte. Dass er als gelernter Zimmermann und Solartechniker auch Alternativen zum Fußball hat, lässt ihn jedenfalls „ruhig schlafen“.

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