Kinderbetreuung schwierig zu planen

Wolfersdorf - Die mit dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz einhergehenden Verpflichtungen stellen an Gemeinden hohe Anforderungen. Demnach müssen die Kommunen nicht nur ein umfassendes Angebot vorhalten, sondern selbst dafür aufkommen, wenn Eltern ihre Kinder anderweitig unterbringen.

Um sich einen Überblick über den Bedarf zu verschaffen, hat die Verwaltung eine Elternbefragung durchgeführt. Bürgermeister Sebastian Mair stellte deren Ergebnisse jüngst im Gemeinderat vor. Über 250 Anschreiben wurden verschickt und 150 Rückmeldungen bekommen. 43 Eltern zeigten laut Mair kein Interesse an einer Kinderbetreuung. 107 dagegen haben Bedarf angemeldet.

Als nächsten Schritt sieht es Mair nun an, einen Bedarfsplan zu erstellen. „Es ist wahnsinnig schwierig, das zu kalkulieren und zu planen“, sagte er im Gemeinderat. Aufgrund der Unwägbarkeiten, sprich der freien Wahl der Eltern wo und inwiefern sie Betreuungsangebote annehmen möchten, sei ein solcher Bedarfsplan bei aller Sorgfalt womöglich „das Papier nicht wert“, auf dem er geschrieben stehe. Die besagten Rückmeldungen auszuwerten und einzuschätzen, fiel Mair nicht leicht. Er stellte jedoch fest, dass man im Kindergarten selbst wohl auf lange Sicht keinen Engpass erwarten kann. Die Geburtenzahlen seien rückläufig, der Bedarf halte sich eher in Grenzen, gab Mair zu verstehen. „Es wird weniger,“ lautete seine Einschätzung lapidar.

Auch eine gemeindeeigene Krippe hält er anhand der ermittelten Bedarfszahlen für unwahrscheinlich. Man werde versuchen „den Bedarf anderweitig zu decken“. Mair spielte damit auf privat geführte Einrichtungen, wie das „Zwergenland“ an. Elf Plätze betrug der von den Eltern angemeldete Bedarf an einer Krippe, sechs sind laut Statistik bereits vorhanden.

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