Fasching im Ampertal

Kindergardetreffen ist wie eine Familienfeier

Allershausen - Es ist Kindergardezeit in Allershausen – und das bedeutete einen ganzen Tag voller Choreographien und Tänzer.

Acht Stunden Faschingsprogramm an einem Stück – das gibt es wohl nur beim Kindergardetreffemn in Allershausen. Am Samstag waren wieder zahlreiche Nachwuchs-Formationen aus dem Landkreis und aus dem Umland angereist, um sich und ihr Programm zu präsentieren. Die Ampertalhalle wurde so für einen ganzen Tag zum Mekka der Kindergarden, zum Treffpunkt der jungen Tanzformationen und zum Ort für das Stelldichein von engagierten, mitfiebernden Trainern und stolzen Eltern.

Die Gastgeber, also die Ampertalgarde aus Allershausen und Umgebung, marschierte um 13 Uhr als erste Formation ein. Und wie es sich das für einen guten Gastgeber gehört, bleibt man bis zum Schluss der Party – und das war gegen 21 Uhr. Der eigene Auftritt erfolgte genau in der Mitte des Programms – also gegen 17 Uhr.

Davor und danach wechselten sich die Garden – mal mit und mal ohne Prinzenpaar – ab, waren die Dancers aus Velden ebenso zu bewundern wie die Narreninsel Wolfratshausen oder die Garden aus Langenbach, Kammerberg und Hallbergmoos. Da hießen sie Formationen Shadow Dancers, dort waren es die Caramba Kids, da traten sie als Ampermaniacs auf, dort hießen sie Dance United.

Aber nicht nur heiße Rhythmen und tänzerische, manchmal auch akrobatische Darbietungen prägten die Atmosphäre in Allershausen, auch der Geruch von Kaffee und Kuchen war schon in den Gängen und Umkleidekabinen zu bemerken. Es war schon so etwas wie eine Familie, die sich da traf und die ein gemeinsames Interesse verfolgte: Den Fasching und die Tradition der Kinder- und Teeniegarden am Leben zu erhalten. Und für einen Auftritt in Allershausen nimmt man sogar lange Anfahrten wie aus Karlsfeld oder auch Steinkirchen in Kauf. Denn Kindergardetreffen in Allershausen – das ist für den Nachwuchs ein Muss.

Andreas Beschorner

Interview mit Jugendgardistin Celina Tauber

Gerade mal 14 Jahre jung ist Celina Tauber. Und doch ist sie als Gardemädel schon ein „alter Hase“: Im zehnten Jahr tanzt sie heuer in der Ampertalgarde mit. Tanzen ist die große Leidenschaft der 14-jährigen Kranzbergerin, die die neunte Klasse der Realschule Eching besucht.

-Zehn Jahre bist du in der Ampertalgarde dabei. Warst du denn auch einmal Prinzessin?

Ja, das war in der Faschingssaison 2010/2011.

-Hast du dich mal verletzt?

Ja, gleich im ersten Jahr. Da habe ich mir im Training ein Stück Zunge abgebissen. Das sieht man noch ein bisschen. Aber ich habe trotzdem weitergemacht.

-Dann ist Tanzen wohl deine große Leidenschaft?

Schon, ja. Ich besuche neben der Schule auch noch die Akademie Benedict-Manniegel in München und lerne dort Ballett. Tänzerin zu werden ist auch mein großes Berufsziel.

-Wann beginnt bei euch das Gardetraining?

Wir starten immer im Juli. Da fahren wir dann zunächst zu einem Gardeausflug ins BLSV-Sportcamp nach Regen. Danach trainieren wir bis zum Fasching immer einmal pro Woche.

-Zehn Jahre Garde: Bist du noch aufgeregt vor Auftritten?

Nein, aufgeregt bin ich nicht mehr.

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