Nach Kündigungen

Kindergarten Langenbach in Personalnot: Eltern helfen aus

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Langenbach - Leicht hat es der Pfarrkindergarten Arche Noah in Langenbach momentan nicht: Reger Personalwechsel und ein Fall von Langzeitkrankheit machen einen normalen Betrieb unmöglich. Da kommen gute Nachrichten aus dem Gemeinderat gerade recht.

„Es ist so, dass der Großteil der Erzieher gekündigt hat“, sagt der Pfarrkindergarten-Beauftragte Thomas Glier. Er ist in Abwesenheit von Pfarrer Julian Tokarski der Ansprechpartner. Einen Grund für die Kündigungswelle darf er öffentlich nicht nennen – das seien „interne Angelegenheiten“.

Theoretisch sind im Pfarrkindergarten vier Erzieher für die zwei Kindergruppen zuständig. Zwei Stellen sind bereits nachbesetzt. Noch 2015 ergab sich aber das erste, kleinere Problem: Eine Stelle kann erst zum März 2016 nachbesetzt werden. Damit hätte man aber immer noch drei Angestellte für zwei Gruppen gehabt – „das wäre noch in Ordnung gewesen“, sagt Glier. Jetzt fällt aber eine weitere Kraft wegen Krankheit aus – langfristig.

Und damit beginnen die Probleme: Momentan arbeiten also noch zwei Angestellte im Pfarrkindergarten – zu wenig, um einen durchgängigen Betrieb zu ermöglichen. Durch den Betreuungsschlüssel, der vorgibt, wie viele Betreuer für eine entsprechende Anzahl an Kindern nötig sind, muss man da vorsichtig sein: „Da passt das Landratsamt natürlich auf. Und das ist auch gut so“, sagt Glier.

"Verkettung unglücklicher Umstände"

Die Folge: Der Pfarrkindergarten nimmt für die Übergangsphase die Eltern mit ins Boot. Sie helfen im Kindergarten bei kleinen Tätigkeiten mit und entlasten die beiden Betreuer, die noch übrig sind. Ganz reiche das trotzdem nicht: Schon vor Weihnachten habe man die Eltern informiert, was auf sie zukommen könnte. Jetzt wurden die Eltern auch gefragt, ob sie ihre Kinder einige Tage daheim betreuen könnten. „Das ist ein unglücklicher Zustand“, gibt Glier zu. „Aber es ist auch eine Verkettung unglücklicher Umstände.“

Man sieht aber auch Licht am Ende des Tunnels: Am 15. März kommt eine neue Erzieherin, am 1. April eine neue Kindergartenleitung. Ab dann ist das Team spätestens wieder zu viert. In der Zwischenzeit darf man sich über gute Nachrichten aus dem Gemeinderat freuen: Das Defizit von rund 11 800 Euro übernimmt die Gemeinde. Und Bürgermeisterin Susanne Hoyer hat schon ihre volle Unterstützung zugesagt, erklärt Glier. Darüber sei man sehr froh. Und er verspricht: „Wir werden alles dafür tun, dass die Kinder vernünftig versorgt sind.“

Rubriklistenbild: © dpa

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