Hätten lieber Spaghetti als Muschelsuppe: die doch noch recht jungen Einwohner von Makana Mana Malé. Foto: Wilms

Kindermusical lässt Emelie voll abheben

Eching - Wie lebt es sich wohl auf Makana Mana Malé, der abgelegensten Insel im weiten Ozean? Davon wussten die 50 Schüler der Mittelschul-Musical-AG unter Leitung von Jennifer Holzer und Renate Koch ein Lied zu singen - und taten dies bei drei Aufführungen des Kindermusicals „Emelie voll abgehoben“ von Andreas Schmittberger.

Nach der großartigen Premiere ihres Chor-Kindermusical Projekts „Geschöpf der Nacht“ 2015 gab es heuer erneut eine mitreißende Inszenierung. Damit alle Akteure zum Einsatz kommen konnten, waren die Hauptrollen doppelt besetzt. Untermalt wurden das bunte Schauspiel und der Gesang von den Klängen der Lehrer-Combo, die die teils lustigen, teils gefühlvollen Lieder von der melodischen Ballade bis zum fetzigen Rap einfühlsam begleiten. Anteil an diesem Gemeinschaftswerk hatten auch viele Eltern, die für den karibischen Insellook mit Baströckchen und Blumenketten sorgten. Die Maske lag in Händen von Elternbeirätin Oksana Schiebelbein und anderen Müttern.

Die Generalprobe fand am Donnerstagvormittag vor lauter kleinen Gästen statt, den Vorschulkindern der Echinger Kindergärten und den Grundschülern von der Nelkenstraße. Am selben Abend ging’s voller Elan gleich weiter bei der offiziellen Premiere. „Tun Sie sich keinen Zwang an“, so Rektor Gerhard Röck bei der Begrüßung: „Schnippen, wippen und hüpfen sind erlaubt.“ Und tatsächlich klatschte das Publikum immer einmal mit bei den fetzigen Rhythmen. Und da aller guten Dinge drei sind, war das Musical auch als Auftakt für das Schulfest am Freitag die richtige Einstimmung.

Was war da los auf der Bürgerhausbühne? Vordergründig herrschen auf Makana Mana Malé paradiesische Zustände mit Palmen, blauem Himmel und Sandstränden. Doch was auf den ersten Blick nach einem sorgenfreien Leben im Inselreich von König Dominique La Banana ausschaut, ist in Wahrheit „laaaangweilig“, so die „Insulaner“. Sie sind allesamt Nachfahren von Überlebenden eines lange zurückliegenden Schiffsuntergangs - und stöhnen regelmäßig und melodisch über das immer gleiche: „Sonne, Meer, Sand und Palmen und das ewige Lied des Windes“. Bei der mutigen Königstochter Emelie freilich bleibt es nicht beim Träumen. Sie verwirklicht trotz vorübergehender Niederlagen, Hohn und Spott ihren Traum vom Fliegen.

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