81 Buben und Mädchen der Grundschule Neustift schauten sich „7 oder Warum ich auf der Welt bin“ an. Foto: Gleixner

Ein kindlicher Blick auf die Welt

Freising - Unterricht mal anders: Im Rahmen der Schul-Kino-Woche besuchten 81 Grundschüler gemeinsam eine Kinovorstellung. Die Regisseurin und der Kameramann standen für Fragen bereit.

Wenn Kinder einen Grund haben nicht in die Schule zu gehen, freuen sie sich meist - wenn dieser Grund ein Kinobesuch ist, umso mehr: Am vergangenen Mittwoch schauten alle vierten Klassen der Grundschule Neustift im Camera-Kino gemeinsam mit ihren Lehrerinnen den Film „7 oder Warum ich auf der Welt bin“ an. Grund: Die Schul-Kinowochen in Bayern von Montag, 4. April, bis zum heutigen Freitag. Regisseurin Antje Starost und Kameramann Hans Helmut Grothjahn waren ebenfalls anwesende und standen nach der Vorführung Rede und Antwort.

In ihrem Dokumentarfilm werden sieben verschiedene Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren aus verschiedenen Ländern interviewt und zu Themen wie Kindheit, Identität und Wünschen befragt. So berichtet zum Beispiel Vanessa aus Ecuador von ihrem Leben als Angehörige des Otavalo-Indianerstamms und Basile aus Paris erzählt von seinem besonderen Verhältnis zu Alpträumen.

Auf die Frage wie sie auf die Idee zu dem Film gekommen waren, , antwortete Antje Starost: „Wir haben uns gefragt: Wie gehen Kinder mit schwierigen Fragen um und wie sehen sie die Welt?“ Auch organisatorisch wurde nachgefragt: „Wie lang haben denn die Dreharbeiten gedauert und wieviele Kinder haben Sie interviewt?“, wollte eine Schülerin wissen. Kameramann Grothjahn berichtete, dass sich die Dreharbeiten über fünf Jahre hinstreckten und er es bedauere, dass man nicht jedes der knapp 200 Kinder im Film habe zeigen können, die sie selbst weltweit interviewt hatten.

Der Film feierte am Mittwoch in München Premiere und ist dort nun mindestens eine Woche lang zu sehen.

Rund 107 000 Kinder im Freistaat hatten während der Schul-Kinowoche die Gelegenheit, vormittags gemeinsam ins Kino zu gehen. Durch die ausgesuchten Filme - von Animation bis Klassiker - sollte lehrplanrelevanter Stoff thematisiert und die Medienkompetenz der Schüler gefördert werden.

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