Wieder (Vereins-)Besuch für das „Geburtstagskind“: (v. l.) Günther Frank, Karin Krahl, Anton Krahl, Renate Stiebing und Albert Reichart.
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Wieder (Vereins-)Besuch für das „Geburtstagskind“: (v. l.) Günther Frank, Karin Krahl, Anton Krahl, Renate Stiebing und Albert Reichart.

Runder Ehrentag

Bekannt wie ein bunter Hund: Ganz Kirchdorf gratulierte Anton Krahl zum 80. Geburtstag

Gründungsvorstand des SC Kirchdorf, engagierter Sänger, Mitglied in vielen Vereinen: Anton Krahl ist bekannt und beliebt in der Gemeinde - und nun 80 Jahre alt.

Kirchdorf – Alle sind sie zum Gratulieren gekommen – kein Wunder, denn Anton Krahl ist in Kirchdorf nicht nur bekannt wie ein bunter Hund, sondern auch überaus beliebt. Sein Geheimnis, um mit 80 Jahren noch so fit zu sein: Jeden Tag eine kleine Fahrradrunde und das ausgiebige „Studieren“ des Tagblatts. Für das FT berichtete der Jubilar in den 1970er Jahren auch aus dem Kirchdorfer Gemeinderat. Das Schreiben, so Krahl, sei ihm immer schon leicht gefallen – und die journalistische Arbeit habe ihm großen Spaß gemacht

Überhaupt ist Krahl ein sehr wacher Geist mit ganz vielen Interessen. Dabei waren die Anfänge von Krahls Leben aufgrund der damaligen Zeit gar nicht so leicht. Geboren am 5. September 1941 in der Batschka im ehemaligen Jugoslawien wurde er 1944 zusammen mit der Mutter in ein serbisches Internierungslager deportiert. Der Vater war im Krieg, die Mutter starb im Lager. Der Bub flüchtete über Ungarn und kam in Salzburg bei Verwandten unter. Als der Vater 1950 von der Kriegsgefangenschaft heimkehrte, holte er seinen Sohn zurück nach Deutschland. Insgesamt hat Anton Krahl aufgrund der widrigen Umstände acht Schulen besucht: in Salzburg, Belgien, Teisendorf, Traunstein, Ismaning, Freising, Erding und Regensburg.

Die Oma wollte dass der Bub Pfarrer wird

In Freising ging Krahl auf das Knabenseminar. Für eine kurze Zeit war es sogar der Plan, dass der Bub Pfarrer werden sollte – jedenfalls wollte das die Oma. Krahl selbst entschloss sich aber für eine Lehre als Bäcker.

1968 heiratete er seine große Liebe Karin. 1971 schulte er zum Bürokaufmann um und arbeitete bis zu seiner Pensionierung bei der AOK. Aber Krahl hat sich nicht nur beruflich stark engagiert, sondern auch in der Gemeinde: Als Gründungsvorstand des SC Kirchdorf prägte er das Vereinsleben, auch bei der Gründung der Fußballabteilung war er federführend. Ab 1973 betreute Krahl als Vorsitzender und „unermüdlicher Antreiber“ den Sportstättenbau und die Errichtung des Sportheims.

Leidenschaftlicher Sänger

Aber es gibt auch noch eine andere, kreative Seite des Jubilars: Er singt für sein Leben gerne. Jahrelang war der „80er“ Chorsänger bei der Amperthaler Sängerrunde. Musikfreunden sind bis heute seine Solo-Gesangsstücke „Tebe pajom“, „Der Altausseer Postillion“ und „Im Wald und auf der Heide“ in Erinnerung. Außerdem ist Krahl Ehrenmitglied beim SV Germania Notzing, dem KSV Kirchdorf, beim Theaterverein, dem VDK und im Pfarrgemeinderat.

Sein größter Stolz ist aber seine Familie. Mit seiner Frau Karin, seinen Töchtern Marion, Birgit und Bettina, den Enkeln Philip, Lena und Lukas hofft er noch viele Jahre gesund verbringen zu dürfen. Vor allem sein Urenkel Ben versteht es immer wieder, den „Opadone“ auf Trab zu halten.
Richard Lorenz

Wenn Erholungssuchende und Landwirte aufeinandertreffen, sollte Rücksicht gelten. Das unterstreicht eine Aktion des BBV, die auch im Landkreis Freising gestartet wurde.

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