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Den CO2-Abdruck klein halten: MdB auf Stippvisite in Kirchdorf

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Ließen sich den Besuch „ihres“ MdB nicht entgehen: Silvia Milburn, Martin Heyne, Matthias Achatz, Leon Eckert und Susanne Ackstaller.
Ließen sich den Besuch „ihres“ MdB nicht entgehen: Silvia Milburn, Martin Heyne, Matthias Achatz, Leon Eckert und Susanne Ackstaller. © Lorenz

Der Bundestagsabgeordnete Leon Eckert (Grüne) ist dem Rad in seinen Wahlkreisen unterwegs, um Land und Leute kennenzulernen. Er machte Halt in Kirchdorf und der Ökokiste.

Kirchdorf - Was für Eckert überaus spannend war: Familie Achatz, die die Ökokiste schon seit rund 25 Jahren betreibt, baut jetzt vermehrt eigene Produkte selbst an – auf einem Feld stehen seit kurzer Zeit zahlreiche Folienhäuser, in denen beispielsweise Tomaten reifen und später dann, ab Herbst, auch Salat und weiter regionale Herbst- und Wintersorten. Bio-Qualität mit ÖkoP-Zertifizierung und Nachhaltigkeit stehen nämlich bei dem Familienunternehmen an erster Stelle, wie auch Matthias Achatz von der Ökokiste beim Rundgang betonte. Was die Ökokiste zum Freiland-Anbau gereizt hat, erklärte Achatz: „Es ist spannend, immer was neues auszuprobieren – außerdem wird dadurch freilich der CO2-Abdruck nochmal deutlich verringert“.

Dass das Konzept Öko plus Nachhaltigkeit und Regionalität überaus gut ankommt, beweisen auch die Zahlen, die Eckert vorgelegt wurden: 2500 Kunden pro Woche nutzen die Ökokiste als Lieferant für frisches Obst und Gemüse – weit über die Landkreisgrenze hinaus.

Ökologischer und Nachhaltiger ans Werk gehen

Weil Familie Achatz auch stark interessiert ist an „neuen alten“ Möglichkeiten, noch ökologischer und nachhaltiger ans Werk zu gehen, probiert Matthias Achatz auch gerade eine neue Düngemethode mithilfe von selbstgemachter Kohle. Dafür wird Holz in einem speziellen Kessel lange erhitzt, bis sie schließlich zur Kohle wird – diese wird wiederum erstmal als unterste Lage für seinen Bio-Behälter mit organischen Abfällen und Pferdemist eingelegt und vermengt, bevor das Ganze den Pflanzen zu Gute kommt.

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Da der Versuch mit dem Kohle-Dünger erst vor Kurzem gestartet ist, kann ein Erfolg bis dato noch nicht bemessen werden, wenngleich die Gärtner-Familie diesbezüglich sehr zuversichtlich ist. Weil es dem Bundestagsabgeordneten eher pressierte, wurde im Anschluss dann auch noch die „heilige Halle“ der Ökokiste besucht, nämlich das Sortier-Zentrum, in der die Kisten gepackt werden.

Gurken und Tomaten sind gerade der Renner

Acht Mitarbeiter kümmern sich dort in zwei Schichten um die Bestellungen – hier werden Tomaten, Salat, Pflaumen und ganz viel anderes Obst und Gemüse in die Kisten verpackt und auf den Weg geschickt. „Gurken“, so Achatz, „sind aktuell am begehrtesten – und Tomaten.“ Aber bei der Ökokiste können auch abgepackte und länger haltbare Produkte, wie Natur-Kekse oder Speise-Öl, gekauft werden.

„Jetzt muss ich weiter nach Schweitenkirchen – Thema Lärmschutz“, so verabschiedete sich Eckert, der natürlich von der Ökokiste noch ein facettenreiches Proviant-Päckchen mit auf den Weg bekam. Ganz stilecht im grünen Jute-Beutel.

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