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Stolz auf ihren Papa Johannes Schmid (2. v. l) ist Sabine Lassonczyk. Der nahm die Verdienstmedaille aus den Händen von Landrat Josef Hauner entgegen – im Beisein von Bürgermeister Uwe Gerlsbeck.  

Verdienstmedaille für Johannes Schmid

Ein Leben voller Hingabe und Fürsorge

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Kirchdorf/Freising - Er zählt 91 Jahre und ist damit der älteste männliche Bürger der Gemeinde Kirchdorf: Johannes Schmid. Gestern nun war der Kirchdorfer zu Gast im Büro von Landrat Josef Hauner, um eine ganz besondere Auszeichnung in Empfang zu nehmen.

Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer verlieh der Bundespräsident Johannes Schmid die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Begründung für die hohe Auszeichnung: Durch seinen selbstlosen und vor allem auch beispielgebenden, weit über das Normalmaß hinausgehenden Einsatz bei der Pflege seiner Ehefrau habe sich Schmid hervorragende Verdienste erworben. Seit dem Jahr 1999 pflegt der angesehene Gemeindebürger seine Ehefrau. Denn seit ihrem ersten Schlaganfall ist sie rechtsseitig gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Seit 18 Jahren kann sie sich also nicht mehr selbst versorgen.

Johannes Schmid, der so erzählte er gestern, an seinem 18. Geburtstag 1943 eingezogen wurde, dann in Russland kämpfte und erst 1947 wieder heimgekommen ist, übernahm die Pflege und Betreuung seiner Ehefrau, die auch noch einen zweiten Schlaganfall erlitt, und hat das seither trotz seines inzwischen hohen Alters mit großer Hingabe und liebender Fürsorge weitergemacht. Johannes Schmid hat dadurch seiner Ehefrau ermöglicht, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben und zu leben.

Erst seit einem Jahr ist ganztägig eine Pflegerin im Haus, die auch Johannes Schmid unterstützt. Landrat Josef Hauner würdigte den sympathischen Kirchdorfer und dessen selbstlosen Einsatz mit folgenden Worten: „Wenn es Leute gibt, die so eine hohe Auszeichnung verdienen, dann sind Sie einer davon.“

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