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Im „Eilverfahren“ war der Vorstand gewählt: (vorne v. l.) Prälat Helmut Huber, Annemarie Hadler (Vertreterin Verbraucherservice/Landfrauen), Vorsitzende Renate Stiebing sowie (hinten) 2. Vorsitzende Gertraud Hilpert, Schriftführerin Cornelia Firlus und Bezirksvorsitzende Roswitha Thalwieser.

Jahreshauptversammlung des KDFB Kirchdorf im Jubiläumsjahr

„Ein Pfarrer ohne Frauenbund ist ein armer Hund“

Im zwanzigsten Jahr seines Bestehens hat der Frauenbund Kirchdorf eine neue Vorsitzende gewählt. „Neu“ ist Renate Stiebing freilich nicht, war sie doch Gründungsmitglied und 20 Jahre lang Schriftführerin unter den bisherigen zwei Vorsitzenden. Sie kennt ihren Verein schon, seit dieser noch in den Kinderschuhen steckte.

KirchdorfDas Jubiläum zog sich wie ein roter Faden durch die Jahreshauptversammlung am Samstag beim Oberwirt. 60 Frauen waren zu Kaffee und Kuchen gekommen, mehr als es damals, am 8. Dezember 1997, an Mitgliedern gab. Zwölf Jahre später, nach der Ära Marianne Hauzenberger, zählte man bereits 92 Frauenbündlerinnen. Und jetzt, nach 20 Jahren und der acht Jahre währenden Amtszeit von Rita Bauer, steht man bei 105 Mitgliedern.

Fast ebenso lang ist Prälat Helmut Huber, inzwischen emeritiert und in Regensburg lebend, der geistliche Beistand des Kirchdorfer Frauenbundes. Umrahmt wurde die Versammlung von den Nörtinger Sängerinnen mit der Harfenistin Michalea Meier. Angesichts des wuchtigen Instruments meinte der anwesende Prälat Huber schmunzelnd: „Die Harfe ist ein wunderbares Instrument, aber eine Flöte ist leichter zu transportieren“. Renate Stiebing waltete zum letzten Mal als Schriftführerin ihres Amtes und gab den Bericht über das Jahr 2017.

Der strotzte nur so von Aktivitäten – über 50 Veranstaltungen absolvierten die Kirchdorferinnen. Da waren unter anderem Termine wie Wallfahrten, Strick-Workshops, Buschen binden, Kirchenführungen, Maiandachten, eine Berlinfahrt zur „Grünen Woche“, Vorträge sowie Theaterbesuche und Kinoabende darunter.

Die scheidende Vorsitzende Rita Bauer meinte mit Blick auf den Geistlichen: „Ein Pfarrer ohne Frauenbund ist ein armer Hund.“ Auf ihre achtjährige Vorsitzendenzeit meinte sie, heute werde vieles als traditionell bezeichnet, das habe man aber irgendwann anfangen müssen. Prälat Helmut Huber lobte das vielfältige Programm des Frauenbundes. Es würde eine breite Vielfalt angeboten, von geistlichem Leben über die Behandlung gesellschaftlicher Fragen und viel Kultur. Es sei eine sehr intakte Gemeinschaft, für die er den geistlichen Beistand auch weiterhin übernehme. „Wie lange, das weiß man nicht. Ich mache das jetzt schon ein Viertel meines Lebens“.

Die KDFB-Bezirksvorsitzende Roswitha Thalwieser aus Neufahrn beglückwünschte die Kirchdorferinnen zum Jubiläum und leitete anschließend die Neuwahlen. Da wurden dann die Vorsitzende bis hin zu den Kassenrevisorinnen allesamt in einem Aufwasch einstimmig, bei zwei Enthaltungen, von den 58 Wahlberechtigten gewählt.

Spätestens jetzt war die Zeit für Ehrungen gekommen. Goldene Ehrenzeichen, repräsentative Blumensträuße und ganz viele Christsterne wechselten die Besitzer. Den Abschluss dieser Jubiläums-Hauptversammlung bildete der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin.

Heinz Mettig

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