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Der Zimmermann und sein Bonbon-Bub: Richard Wildgruber hatte für den Richtspruch auf dem Rohbau seinen Sohn Elias mitgebracht.

Viele fleißige Helfer

Feuerwehr- und Schützenheim in Wippenhausen feiert Richtfest

Gut vier Monate sind seit dem Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Wippenhausen vergangen – jetzt ziert schon der Richtbaum das Dach des werdenden Vereinsmittelpunkts im Kirchdorfer Gemeindeteil.

Wippenhausen – Das Richtfest für das Feuerwehr- und Schützenheim mobilisierte fast den ganzen Ort, was zeigt, dass die Dorfgemeinschaft in Wippenhausen intakt ist. Bevor die Feiergäste in der geräumigen Rohbaugarage Platz nahmen, versammelten sie sich am Neubau, um den Richtspruch des Helfenbrunner Zimmermanns Richard Wildgruber zu hören. Der hatte seinen Sohn Elias als Assistenten mitgebracht. Wildgruber lobte die Bauleute und alle Helfer für ihren Ersatz an diesem Bauwerk. Elias überzog dann die Gäste, vor allem die Kinder, mit einem wahren Hagel von Bonbons.

In der beheizten Kfz-Halle fanden die Wippenhausener schließlich alles vor, was zu einer zünftigen Hebweih gehört. Wohlige Temperaturen, wohltemperierte Getränke und später, je nach Gusto, Spanferkel oder Würstl vom Grill. Die Begrüßung übernahm Franz Wildgruber, der Chef der Wippenhausener Schützen, und so etwas wie die graue Eminenz bei diesem Bauvorhaben. Sein Gruß ging an den Bezirksschützenmeister, den Kreisbrandrat, Gemeinderäte und die Männer vom Bau sowie viele Helfer, die immer bei Bedarf vor Ort waren. Ein weiterer Gruß Wildgrubers galt den zahlreichen Spendern und vor allem den Gemeindearbeitern. „Ihr seid immer eine große Hilfe.“

Bürgermeister Uwe Gerlsbeck ging zurück zum Spatenstich am 12. Mai. Er habe sich nicht vorstellen können, dass man schon im September Richtfest werde feiern können. „Es ist beeindruckend, was ihr alle geleistet habt“, lobte der Gemeindechef. Franz Wildgruber, den unermüdlichen Motor in dieser Angelegenheit, bedachte der Bürgermeister mit einem Sonderlob. Stefan Fersch, 3. Bezirksschützenmeister, fand auch gleich einen Namen für den Neubau: „Franz-Wildgruber-Haus“. Fersch erinnerte daran, dass der Schützenbezirk das Bauvorhaben finanziell unterstützt.

Der Kommandant der Wippenhausener Feuerwehr, Christian Hemmer, rief den Anwesenden den Januar 2010 ins Gedächtnis, als man mit ersten Planungen begonnen hatte. Sieben Jahre vergingen, ehe das erste Loch für den Neubau gegraben wurde. Umso reibungsloser verlaufe aber seither der Bau. „Es ist ja schließlich auch ein Haus für alle.“ Hemmer richtete seinen Dank an die zahlreichen Spender, die für ein solches Vorhaben unerlässlich seien.

Dann gab’s kein Halten mehr: Der Run auf die Getränke setzte ein. Das Spanferkel war bald seiner schönen Form beraubt, aber auch Würste vom Grill und Steaks fanden reißenden Absatz. Der Duft, der sich an diesem Samstagabend in der Fahrzeughalle verbreitete, wird künftig freilich von Öl- und Auspuffgerüchen abgelöst. Richtig begeistert zeigte sich am Rande des Festes Franz Wildgruber von den Helfern aus dem Ort. „De san da, wennst sie brauchst. Und immer die Richtigen.“ Er berichtete von Helfern, die eigens ihren Urlaub genommen hätten, um zur rechten Zeit auf der Baustelle zu sein. Dass das ganze Dorf an diesem Bau Anteil nimmt, mag eine kleine Begebenheit außerhalb des Protokolls verdeutlichen. Franz Wildgruber wurde von den Nachbarn des künftigen Feuerwehr- und Schützenhauses mit einer Drei-Liter-Bierflasche überrascht.

Heinz Mettig

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