Rathaus in Kirchdorf
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Eine Installation der Säule am Rathaus wurde im Kirchdorfer Gemeinderat wieder verworfen, nachdem der Standort in der Debatte als ungeeignet erachtet worden war. Nun sollen Elektromobile künftig im Bereich des neuen öffentlichen Bücherschranks ihre Akkus laden können.

Ursprüngliche Standort-Idee verworfen

Kirchdorf erhält seine erste E-Ladesäule und tritt BEG bei

Auch in Kirchdorf soll bald eine E-Ladesäule errichtet werden. Der ursprünglich angedachte Standort wurde allerdings wieder verworfen.

Kirchdorf – 14 Stromladesäulen werden im Ampertal im Rahmen eines ILE-Projekts entstehen, eine davon soll auch nach Kirchdorf kommen. Betrieben werden die Anlagen von der Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land (BEG), der Kirchdorf nun gleich aus zwei Gründen beitreten will: Als Vorbild für andere Kommunen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen.

„Es ist gut, wenn man beitritt“, eröffnete Bürgermeister Uwe Gerlsbeck (CSU) den Tagesordnungspunkt um die erste E-Ladesäule in Kirchdorf. Denn nur wenn Kirchdorf der BEG beitrete, gebe es eine Strom-Zapfsäule gratis. Ohne Unterstützung würde eine Kommune zudem gar nicht so leicht an eine solche Anlage kommen, betonte Gerlsbeck. Hierbei wäre laut dem Rathauschef die BEG ein großer und guter Partner. Sein erster Plan, die 22-kW-Ladestation am Rathaus installieren zu lassen, sorgte allerdings recht zügig für Gegenargumente. Andreas Schmitz (FWG) verwies unter anderem auf das Parkverbot in diesem Areal aufgrund von Feuerwehrzonen. Zudem, so Schmitz weiter, würde so ein schalterähnliches Gebilde samt großer Beschriftung das doch recht schöne Rathaus eher verunstalten.

Neuen Standort ins Gespräch gebracht

Es war ebenfalls Schmitz, der den neuen Bücherschrank in die Diskussion einbrachte – denn an dessen Rückwand oder in unmittelbarer Nähe würde die Ladestation viel besser passen. Auch weil dort eine Erweiterung auf mehrere Strom-Zapfsäulen bei Bedarf viel besser möglich sei als an der Rathauswand. Einziger Nachteil: Für die Stromleitung zum Bücherschrank müsse natürlich der Rathausplatz aufgerissen werden. Laut Gerlsbeck wäre es aber vielleicht sogar eine Option, diese Arbeiten mit dem Glasfaser-Ausbau der Schule und des Rathauses zu verbinden.

Während Elisabeth Hörand (CSU/FW) das ILE-Projekt samt Angebot der BEG als eine „elegante Lösung“ lobte, weil eben Kommunen für „kleines Geld“ an eine E-Ladestation kämen, mahnte Martin Heyne (Grüne) zum Weitblick. Die BEG sollte seiner Meinung nach nicht nur für eine kostenlose Ladestation genutzt werden. Denn in naher Zukunft würden viele Veränderungen anstehen, für welche die BEG ein weiterer guter Partner sei – etwa Windkraft. Die 10H-Regelung, so der Grüne, würde schon bald in Bayern fallen. Außerdem merkte er an, dass Kirchdorf eine der letzten Kommunen sei, die sich noch nicht der BEG angeschlossen habe. Einstimmig wurde auf den Weg gebracht, die Station mit zwei Ladepunkten zu errichten. Ebenfalls einstimmig erfolgte der Beschluss, dass die Gemeinde Kirchdorf mit sofortiger Wirkung der BEG beitritt.
Richard Lorenz

Mit Corona-Masken aus Bayern haben drei Gründer eine Erfolgsstory geschrieben. Doch jetzt fürchtet ihre ganze Branche um die Existenz. Sie appelliert nun an die Politik.

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