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Den richtigen Knopf hat gestern Kirchdorfs Bürgermeister Uwe Gerlsbeck (Mitte) im Beisein der Telekom-Vertreter Bernhard Multerer (l.) und Martin Treffer gedrückt . 

Bürgermeister Uwe Gerlsbeck hat den magentafarbenen Knopf gedrückt

Gemeinde „auf der Überholspur“: Ganz Kirchdorf surft nun schnell

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Kirchdorfs Bürgermeister Uwe Gerlsbeck drückte am Mittwoch im Beisein von Bernhard Multerer, dem Regionalmanager der Deutschen Telekom, und Martin Treffer, Projektleiter bei der Telekom, den roten Knopf. Genauer: den magentafarbenen Knopf. 

Kirchdorf – Die Gemeinde, so steht es als Überschrift über der Pressemitteilung, sei „auf der Überholspur“. Herausgegeben hat diese Medieninformation gestern die Telekom. Grund: Offiziell steht nun in Kirchdorf das Glasfasernetz, Geschwindigkeiten von 100 MBit/s und mehr sind jetzt flächendeckend im Gemeindegebiet möglich. 

Dass der eigentlich versprochene Zeitraum von einem Jahr bis zur Fertigstellung des schnellen Internets für weitere 170 Haushalt im Gemeindegebiet nicht eingehalten werden konnte, ist nichts Neues. Bürgermeister Gerlsbeck betonte   denn auch, dass er um die Probleme gewusst habe und deshalb nicht zu den „Quenglern“ gezählt habe. Trotzdem sei er freilich froh, dass das schnelle Internet jetzt zur Verfügung stehe. Denn: „Nur eine Kommune mit moderner digitaler Infrastruktur ist auch für Familien, Freiberufler und Unternehmen attraktiv“, so der Rathauschef. Und das gilt jetzt auch für die Ortsteile Geierlambach, Schidlambach, Schnotting, Burghausen, Wippenhausen, Esterndorf und außerdem für diverse Weiler.

Die Vorteile der neuen Technik liegen auf der Hand: Videos aufrufen, Bankgeschäfte erledigen, den Urlaub buchen – all das sei jetzt schnell möglich, so Multerer. Besonders wichtig: Wer von den 170 neu angeschlossenen Haushalten den schnellen Internetzugang nutzen möchte, kann ihn ab sofort buchen – online, telefonisch oder im Fachhandel.

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Neben der Vectoring-Technik, die Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s ermöglicht, kommt nun auch die Super Vectoring-Technik zum Einsatz, die in vielen Bereichen Bandbreiten bis zu 250 MBit/s ermöglicht. Und 40 Haushalte, für die aufgrund technischer Anforderungen eine Sonderlösung vereinbart worden war, sind sogar in der Lage, im Download mit bis zu 1Gbit/s und im Upload mit bis zu 500 MBit/s zu agieren. Glasfaser bis ins Haus macht es möglich. Video Streaming, Gaming, Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home – all das ist mit dieser FTTH-Technologie jetzt möglich. Rund 27 Kilometer Glasfaserkabel hat die Telekom dafür verlegt.

Zu den anderen 130 Haushalten kommt das schnelle Netz jetzt, weil die Telekom zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Verteilern am Straßenrand Glasfaserkabel gelegt hat. Die bekannten grauen Kästen am Straßenrand wurden zu kleinen Vermittlungsstellen umgebaut, dort wird dann das Lichtsignal aus dem Glasfasernetz in ein elektrisches Signal umgewandelt, das dann – unterstützt durch die Vectoring-Technik – über die bestehenden Kupferkabel zu dem Kunden gelangt.

Wichtiger als diese technischen Details ist für die Bürger freilich, dass das Internet funktioniert – und das möglichst schnell. In Kirchdorf ist das jetzt der Fall.

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