Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Schaut vielleicht kurios aus, wie das Landratsamt einräumt. Dieser Eindruck werde sich aber relativieren, sobald der Weg fertiggestellt und die Grünflächen wieder bewachsen sind.

“Mag kurios aussehen, aber ...“

Buckelpisten-Radweg amüsierte Deutschland: Amt überraschte mit Schritt - und erklärt nun die Gründe

Der hügelige Kirchdorfer Geh- und Radweg ist zum Medien-Star aufgestiegen. Jetzt hat sich das Landratsamt zu Wort gemeldet.

KirchdorfDer Geh- und Radweg, den der Landkreis Freising entlang der Kreisstraße FS 8 in der Gemeinde Kirchdorf derzeit errichtet, hat ein großes mediales Interesse auf sich gezogen. Ein Teilstück des rund zwei Kilometer langen Geh- und Radwegs verläuft zwischen Kirchdorf und der Amperbrücke und weist „Hügel“ auf, „die kurios aussehen mögen“, wie Robert Stangl, Pressesprecher des Landratsamts Freising, gestern in einer Mitteilung betonte. „Doch die Ausführung hat ihre Gründe“, so Stangl.

Und die erklärt er so: Bei der ursprünglichen Planung wären die Zufahrten von der Kreisstraße zu den angrenzenden Feldern sehr steil ausgefallen. „Dass dieser Punkt sehr spät aufgefallen ist und der Bau des Geh- und Radweges deshalb angepasst wurde, hat das Landratsamt Freising in diversen Stellungnahmen in Presse und Fernsehen deutlich kommuniziert.“ Ebenso klar formuliert worden seien die ausschlaggebenden Argumente: „Entgegen der Behauptung eines Mitglieds des Gemeinderats Kirchdorf wurden keine Informationen zurückgehalten, sondern im Gegenteil von Anfang an alle auf den Tisch gelegt.“ Stangl spielt damit auf eine Reaktion der Kirchdorfer Grünen auf den Buckelpistenradweg vom vergangenen Wochenende an (wir haben berichtet).

So haben es die Landwirte mit ihren Gefährten leichter

Das Landratsamt Freising hat entschieden, die Wegtrasse an den Stellen der Zufahrten höher aufzuschütten, „damit Landwirte mit ihren Gefährten ihre Felder von der Kreisstraße aus anfahren können“. Nochmal zu den Gründen: Der Bereich des Geh- und Radwegs liege im Überschwemmungsgebiet der Amper. „Das hat zur Folge, dass alle Anschüttungen in dem Bereich an anderer Stelle ausgeglichen werden müssen“, erklärt Stangl die Gegebenheiten vor Ort. Hätte man den gesamten Geh- und Radweg auf das Niveau der nun vorliegenden „Kuppen“ angehoben, hätte das laut Landratsamt Freising neben Mehrkosten auch zur Folge gehabt, dass noch mehr Retentionsraum hätte geschaffen werden müssen.

Auch die Ausführung als Wirtschaftsweg habe das Landratsamt Freising geprüft – und verworfen. Klares Ziel war es, einen Geh- und Radweg zu schaffen, auf dem Fußgänger und Fahrradfahrer gefahrlos unterwegs sein können. Auf einem Wirtschaftsweg aber wäre es zwangsläufig zu Begegnungsverkehr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen gekommen. „Ferner muss ein Wirtschaftsweg breiter sein und eine dickere Asphaltschicht aufweisen als ein Geh- und Radweg“, erklärt Robert Stangl das Dilemma. Dies hätte zu Mehrkosten und einer größeren Flächenversiegelung geführt.

Kosten für den Radweg belaufen sich auf rund eine Million Euro

Und auch zu den Kosten möchte die Planungsbehörde etwas richtigstellen: „Anders als es diverse anderslautende Meldungen suggerieren, belaufen sich die geplanten Gesamtkosten auf rund 3,3 Millionen für das Gesamtprojekt.“ Dieses umfasst die Sanierung der Kreisstraße FS 8 zwischen Kirchdorf und der Amperbrücke, den Umbau und die Sanierung der Amperbrücke, den Neubau des rund zwei Kilometer langen Geh- und Radwegs sowie die Herstellung von Ausgleichsmaßnahmen für den Umweltschutz. Der Anteil des Geh- und Radwegs beläuft sich, wie Stangl sagt, auf etwa eine Million Euro.

Zusammenfassend stellt Stangl noch einmal fest, was schon mehrfach betont wurde: „An der Entscheidung, den Geh- und Radweg nun so fertigzustellen wie er ist, wird sich nichts ändern.“ Aufgrund des derzeitigen Bauzustandes wirke die Ausführung „vielleicht befremdlich und in manchen Augen auch nicht schön“. Dieser Eindruck werde sich aber nach der Fertigstellung und dem Andecken des Oberbodens relativieren, wenn die Grünflächen wieder bewachsen sind, ist der Pressesprecher sich sicher.  ft/as

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