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Kirchdorfs Friedhof wird schöner: Baumgräber für Urnen geplant

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Der neue Teil des Kirchdorfer Friedhofs: Auf der leeren Fläche sollen jetzt Bäume gepflanzt werden und somit auch Baumgräber.
Der neue Teil des Kirchdorfer Friedhofs: Auf der leeren Fläche sollen jetzt Bäume gepflanzt werden und somit auch Baumgräber. © Lorenz

Der neue Teil des Kirchdorfer Friedhofs sieht ziemlich trostlos aus. Kein Baum ist dort gepflanzt, er sieht aus wie eine Abstellfläche. Das wird sich nun ändern.

Kranzberg - Schön ist anders: Der neue Teil des Kirchdorfer Gottesacker wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Friedhof, sondern wie eine Abstellfläche - wären da nicht schon einige Gräber angelegt. Damit sich jetzt aber zügig was ändert, haben bei der letzten Gemeinderatsitzung vor der Sommerpause die beiden Räte Thomas Steininger (CSU/FW) und Albert Steinberger (CSU/FW) nun einen Antrag auf den Gremiums-Tisch gelegt. Ihr dringlicher Wunsch: Baumgräber für Urnen.

„Der Friedhof ist alles andere als sehenswert, vor allem der hintere Bereich“, so Steinberger, weshalb er zusammen mit Steininger einige Ideen durchgespielt und dazu auch die Landschaftsarchitektin Daniela Bücking ins Boot geholt habe.

Was beide Räte gerne auf dem Friedhof sehen würden: Baumgräber, in denen verrottende Urnen eingelassen werden könnten. Dass sich der Trend von der Erd- zur Feuerbestattung entwickle, beobachte seit geraumer Zeit auch Elisbeth Hörand (CSU/FW): „In der Urnenwand sind auch schon alteingesessene Familien.“

Immer wieder war es auch Hörand gewesen, die den Friedhof aufs Tableau bei Sitzungen brachte und auch dieses Mal klare Worte fand: „Das ist ein jämmerlicher und trostloser Anblick – es fehlen auch Bäume und Bänke.“ Was man laut Hörand nämlich nicht vergessen sollte: „Ein Friedhof ist einfach ein Treffpunkt für Senioren.“ Was in diesem Bereich störend wirkt, sei ein „enormes Fundament“ in der Mitte, das laut Steinberger scheinbar „für die Ewigkeit“ gemacht worden war – wie auch eine Treppenanlage zum „neuen“ Friedhof, weil dieser dezent höher liegt.

Auch Bücking hatte sich vor Ort einen ersten Überblick verschafft. Ihre Meinung dazu: „An diesem Platz hält man sich einfach nicht gern auf.“ Es gäbe in diesem Bereich viele „unschöne“ Plätze und auf die Urnenwand knalle ohne jeglichen Schutz die Sonne. Ihr Vorschlag: Bäume, je nach Plan zwei bis drei Stück oder mehr, an denen dann je nach Wunsch Urnengräber angebracht werden könnten – plus eine Begrünung samt Sitzgelegenheiten je nach Bedarf und Wunsch.

An den Bäumen, so die Antragssteller, könnten Rohre versenkt werden, in denen dann die Urnen, bis zu vier Stück pro Rohr, eingebracht werden könnten.

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Zwar seien laut Steinberger oftmals Bäume per se ein Problem für Angehörige, beispielsweise wegen Laub, allerdings hätten sowohl Steinberger wie auch Steininger den Leuten erklärt, dass es sich eben nicht um Riesenbäume handeln würde.

Mit kleineren Bäumen jedoch könnten die Kirchdorfer offenbar leben, wie die Antragsteller betonen.

Landschaftsarchitektin wünscht sich Park-Charakter

„Das ist ein Top-Antrag!“, so das Lob von Martin Heyne in Richtung CSU/FW, der sich dazu auch gleich einen Beschluss und einen Arbeitsauftrag für die Verwaltung wünschte, sich die Neugestaltung kommendes Jahr vorzunehmen, inklusive Kosteneinstellung in den Haushalt. „Hier würde ich sogar so weit gehen, dass ich dem Herrn Heyne mal Recht gebe“, sagte Hörand zustimmend in Richtung des Grünen-Gemeinderats. Das Projekt, das laut Bücking einen Park-Charakter erhalten sollte, soll nun in naher Zukunft vorangetrieben werden.

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