Die Kindergartenkinder dürfen sich auf neue Spielgeräte freuen. Die Zeit hat hier nämlich Spuren hinterlassen. Ob tatsächlich alle Geräte für rund 20 000 Euro ausgetauscht werden, beschließt der Gemeinderat nach der Sommerpause.
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Die Kindergartenkinder dürfen sich auf neue Spielgeräte freuen. Die Zeit hat hier nämlich Spuren hinterlassen. Ob tatsächlich alle Geräte für rund 20 000 Euro ausgetauscht werden, beschließt der Gemeinderat nach der Sommerpause.

Schaukel und Co. sind in die Jahre gekommen

Kirchdorfs Kindergartenkinder brauchen neue Spielgeräte

Neue Spielgeräte müssen her. Das ist im Kirchdorfer Kindergarten Ampernest nicht von der Hand zu weisen. Dennoch gab‘s Debatten.

Kirchdorf - Die Beschlussvorlage zur Erneuerung der Spielplatzgeräte am Kirchdorfer Kindergarten umfasste elf Zeilen. Martin Heyne (Grüne) war das aber viel zu dürftig, um über eine größere Investition zu beraten, und auch Andreas Schmitz (FWG) drängte auf eine Vertagung des Tagesordnungspunktes auf nach der Sommerpause des Gremiums.
Geschäftsleiter Florian Haider machte es kurz und bündig: Die Spielplatzgeräte im Kindergarten Ampernest bedürfen einer Erneuerung. So musste das Klettergerüst bereits außer Betrieb genommen werden – aus Sicherheitsgründen. Ein weiteres Problem: Ein neues Klettergerüst in ähnlicher Größe dürfte nicht mehr an der gleichen Stelle aufgestellt werden, weil die Fallschutzabstände nicht eingehalten werden. Aber auch die restlichen Spielgeräte, so Haider, seien deutlich in die Jahre gekommen – so bedürfen auch das Traggestell und der Fallschutz der Mehrpersonenschaukel aus Sicherheitsgründen einer dringenden Erneuerung. Angebote werden aktuell von der Gemeinde eingeholt, allerdings lagen zur Sitzung noch keine vor. Ein weiteres Problem: Spielgeräte haben aktuell eine Lieferzeit von drei bis vier Monaten.

Hier hakte Heyne nach: „Warum fällt uns hier eigentlich immer alles erst auf, wenn es kaputt ist?“ Die Beschlussvorlage war ihm auch zu dürftig, denn „in seiner Welt“ würde so etwas ganz anders ausschauen – mit einer aktuellen Bestandsaufnahme, Fotos und den Vorschlägen, wie es zukünftig ausschauen soll.

Bürgermeister Uwe Gerlsbeck (CSU) ging das aber zu weit, er betonte deutlich, dass in Kirchdorf eine regelmäßige Spielplatzüberprüfung stattfinde, aber halt nicht ständig überlegt werde, was in einem halben Jahr vielleicht kaputt ginge. Auch zur „dürftigen“ Vorlage rügte Gerlsbeck den Grünen, denn die Sitzungsunterlagen seien oft 120 Seiten dick und würden sehr viel Arbeit machen – und dann würde jeder Punkt und Strich angemahnt werden, der fehlen würde.

Für Gemeinderat Schmitz ging die Sache per se zu schnell, vor allem weil die Spielgeräte ja erst zum Herbst kommen würden und dann die Kinder eh viel drinnen seien. Sein Vorschlag: erst mit dem Kindergarten-Personal zu reden und nachzufragen, was überhaupt benötigt werde. Dann könnten die neuen Spielgeräte im Februar oder März aufgestellt werden. Schmitz schlug vor, wie auch Heyne, den Tagesordnungspunkt auf nach der Sommerpause des Gemeinderates zu verschieben, um ihn dann nochmal anzupacken.

Elisabeth Hörand (CSU/FW) war es außerdem lieber, dann „Nägel mit Köpfen“ zu machen, als jetzt einzelne Geräte auszutauschen oder zu reparieren – ihres Wissens nach seien einige Gerätschaften durchaus schon 20 Jahre alt. Repariert werden soll jetzt aber zwischenzeitlich doch die Schaukel. Die Kosten für eine Rundumerneuerung, so Geschäftsleiter Haider, würden sich auf rund 20 000 Euro belaufen. Allerdings wäre dann für die nächsten 15 Jahre wieder Ruhe. Einstimmig wurde deshalb beschlossen, das Thema nach der Sommerpause des Gemeinderats erneut auf die Tagesordnung zu setzen.

Richard Lorenz

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