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Kostenexplosion bei Radwegsanierung: Kirchdorf zieht Ausschreibung zurück

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Gegen das wilde Rangieren vor allem von Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, hat man in Kirchdorf jetzt eine Einbahnstraßenregelung erlassen.
Gegen das wilde Rangieren vor allem von Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, hat man in Kirchdorf jetzt eine Einbahnstraßenregelung erlassen. © Lorenz

Kirchdorf hätte gerne den Radweg nach Nörting sanieren lassen. Doch die einzige Firma, die ein Angebot abgeben hat, verlangt mehr als das doppelte der geschätzten Kosten.

Kirchdorf - Das Leiden vom Fahrradweg von Kirchdorf nach Nörting ist nicht neu – Wellen, Wurzeleinwüchse und scharfe Kanten trüben aktuell den Radler-Spaß erheblich. „Wir müssen da etwas tun“, lautete daher auch die Meinung von Bürgermeister Uwe Gerlsbeck (CSU).

Kostenschätzung: 22.000 Euro - Angebot: 47.000 Euro

Vor allem an einer Stelle erhebe sich wohl ein Huckel derart, dass dadurch eine durchaus gefährliche Situation entstehen könnte. Um dort zügig Abhilfe zu schaffen, wurden sechs Firmen dazu aufgefordert, ihr Angebot bei der Gemeinde abzugeben. Die erste Kostenschätzung für die Maßnahme belief sich auf 22 000 Euro. „Von den sechs Firmen hat sich eine gemeldet“, so Gerlsbeck und weiter: „Die verlangt jetzt 47 000 Euro!“

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Elisabeth Hörand (CSU/FW) glaubt, den Grund der Kostenexplosion zu kennen: „Die brauchen ganz einfach das Geld aktuell nicht, deshalb verlangen sie das.“ Weil es den Räten und auch dem Bürgermeister unisono zu teuer wurde, einigten sie sich darauf, die Ausschreibung zurückzuziehen und die anfallende Arbeiten vom Bauhof, jedenfalls das Gröbste, erledigen zu lassen.

Einbahnstraße an der Schule für mehr Sicherheit

Neuigkeiten gab es auch vom Rathausplatz und somit dem Vorplatz zur Schule: Dort gilt seit Kurzem nur noch eine Fahrtrichtung, um das wilde Rangieren, unter anderem von Elterntaxis, zukünftig verhindern zu können. So stehen jetzt an den Ein- und Ausfahrten jeweils Einbahnstraßen-Schilder – die natürlich auch im Rahmen der Straßenverkehrsordnung gelten. Gerlsbeck mahnte zur Vorsicht: „Aufpassen! Ich bin heute nämlich auch schon verkehrt rum reingefahren, weil es mir pressiert hat.“

Busverbindung nach Wippenhausen soll besser werden

Die besten Neuigkeiten aber könnten schon bald vom Kreisausschuss Freising kommen – es stehen nämlich die Chancen gut, dass die Busverbindung Freising nach Wippenhausen/Burghausen deutlich verstärkt wird. Während sich aktuell nur selten ein Bus in die Ortsteile verirrt, sollen laut Martin Heyne (Grüne) demnächst acht zusätzliche Fahrten (hin und zurück) auf dem Fahrplan zu finden sein. „Das ist doch der Hammer“, so Heyne. Gerlsbeck bestätigte das Vorhaben das Kreises, erwähnte aber auch eines: „Ich war da nicht ganz unbeteiligt daran.“

Richard Lorenz

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