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Im Winter 2018 soll es losgehen 

Die Ortsdurchfahrt Helfenbrunn steht im Fokus - auch ohne Strabs

Wenn alles gut geht, wird im kommenden Jahr mit dem Ausbau der maroden Ortsdurchfahrt in Helfenbrunn begonnen. Bei einer gemeinsamen Sitzung des Kirchdorfer Gemeinderats und des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft Helfenbrunn wurden nun die weiteren Schritte erläutert.

Kirchdorf – Da saßen sie nun im großen Rund des Kirchdorfer Sitzungssaal – schiedlich, friedlich in entspannter Atmosphäre. Das war ja nicht immer so, denn als das Thema Straßenausbau in Helfenbrunn virulent wurde, gab es noch heftige Auseinandersetzungen wegen der Anliegerbeiträge, die von den Helfenbrunnern zu berappen gewesen wären. Dieses Thema ist vom Tisch, seit sich die „große“ Politik des Themas angenommen hat.

Die Freien Wähler im Landtag drohen nun aber mit einem Bürgerentscheid – die CSU hat zugesichert, ein entsprechendes Gesetz zu formulieren, das die Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) neu regelt oder ganz kassiert.

Bürgermeister Uwe Gerlsbeck sicherte den Helfenbrunnern zu, bis zur Klärung auf der politischen Bühne keine entsprechenden Bescheide rauszugeben. „Wir können noch auf Rücklagen zurückgreifen“, so der Kirchdorfer Bürgermeister, „aber dann werden wir es bald merken, wenn die Anliegerbeiträge ausbleiben“. Er ist gespannt, wie die Staatsregierung hier den Kommunen helfen will.

Martin Alexy vom Amt für Ländliche Entwicklung (AfLE), das im Ramen der Dorferneuerung die Maßnahme mit 50 Prozent der zuschussfähigen Kosten fördert, erläuterte dem Gremium die weiteren Verfahrensschritte, bis man mit dem Bau beginnen können. Er hofft, im kommenden Winter ausschreiben und dann im Frühjahr 2019 mit dem Bau beginnen zu können. Sein Ziel: den Bau zügig in einem durchziehen zu können. Alexy sicherte den Helfenbrunnern zu, dass in jeder Phase des Baus die Grundstücke der Anlieger anfahrbar seien. „Lediglich wenn die Feinteerschicht aufgebracht wird, müssen wir für 24 Stunden sperren.“

Einer Lösung bedarf auch die Kanalfrage. Uwe Gerlsbeck teilte mit, dass der marode Regenwasserkanal stillgelegt wird und die Anlieger entsprechend ihr Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickern müssen. Wo das nicht möglich sei, könne in den Mischwasserkanal eingeleitet werden – gegen die entsprechende Gebühr. Es war dies nicht die erste und letzte gemeinsame Sitzung des Gremiums – bei einer gemeinsamen Klausur im November in Thierhaupten, dem Schulungs- und Seminarzentrum des AfLE bei Augsburg, wurde festgehalten, die gemeinsamen Sitzungen zur Regel werden zu lassen.

Heinz Mettig

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