Schnotting: 2013 fast untergegangen - und es hat sich kaum etwas getan

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Schnotting – Es waren dramatische Szenen, die sich 2013 in Schnotting abspielten. Nur ein Wunder konnte damals dem kleinen Ortsteil von Kirchdorf noch helfen.

Der Amperdamm drohte zu brechen und die Wassermassen den Ort zu überfluten. In der Nacht vom 3. zum 4. Juni gingen unzählige Bürger an ihre Grenzen, befüllten 15 000 Sandsäcke, um den beschädigten Damm zu stabilisieren und vollbrachten so eben jenes Wunder: Sie schichteten auf einem Kilometer Länge 60 Zentimeter zusätzlichen Schutz auf den Damm – Schnotting blieb von der prognostizierten Überflutung verschont.

Was ist seither geschehen? Das Freisinger Tagblatt hat bei Kirchdorfs Bürgermeister Uwe Gerlsbeck nachgefragt – und eine ernüchternde Antwort erhalten. „Der Damm in Schnotting wurde damals wieder hergestellt – mehr ist nicht passiert.“ Keine Erhöhung, kein zusätzlicher Hochwasserschutz. „Für meinen Geschmack ist das nicht befriedigend“, sagt Gerlsbeck. Die Menschen in Kirchdorf haben das Hochwasser und seine Folgen nicht vergessen, fragen immer wieder bei der Gemeinde nach, wann sich in Sachen Hochwasserschutz etwas tut. Die Wiederherstellung des Damms in Schnotting beruhigt sie nicht, sie wollen eine Verbesserung.

Sieht er, Gerlsbeck, Bilder wie in Simbach, ist er heilfroh, dass dieser Kelch an Kirchdorf vorübergegangen ist. Dieses Mal.

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