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Große Aufgaben stehen im Waldkirchen-Erhaltungsverein an: Vorsitzender Bernhard Käsbauer (l.) und sein Vize Thomas Stör müssen Bänke erneuern und Rechtsfragen klären.   

Erhaltungsverein Oberberghausen

Oberberghausen: Kircherl und Weltwald sollen Symbiose eingehen

Das Waldkircherl in Oberberghausen ist ein Kleinod inmitten des Weltwalds Freising. Dass der idyllische Standort gelegentlich auch Probleme aufwerfen kann, das wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins zur Erhaltung der Waldkirche Oberberghausen am Dienstagabend deutlich.

Freising – 111 Bänke stehen auf der Lichtung vor der Filialkirche St. Clemens für die Gottesdienstbesucher bereit. Dass diese „in die Jahre“ gekommen seien und dringend ausgetauscht werden müssten, daran erinnerte Vorsitzender Bernhard Käsbauer gleich zu Beginn der Versammlung. „Ein großer organisatorischer Aufwand“, meint der Vorsitzende. „Wir haben da draußen ja nicht einmal Steckdosen.“

Die praktischen Arbeiten wollen die Mitglieder auf ehrenamtlicher Basis ausführen. Die Kosten für das Material würden indes von der Kirchenverwaltung in Kranzberg übernommen, informierte Käsbauer. Die Zusage habe man bereits erhalten. Dass man sich vermehrt darum kümmern müsse, zweckgebundene Spenden für den Erhalt der Kirche zu rekrutieren, sei eine Aufgabe für die Zukunft, betonte Käsbauer.

Der Leiter des Forstbetriebs Freising, Alfred Fuchs, will die historische Kirche mehr in den Weltwald, in dessen Umgriff sie ja stehe, einbinden. Und er nannte auch schon konkrete Beispiele für diese Art der Verflechtung: Auf den Schautafeln des angrenzenden Weltwalds etwa gebe es die Möglichkeit, mit Hilfe von QR-Codes per Smartphone Infos vor Ort abzurufen. Fuchs: „Warum kann man das nicht auch für die historische Kirche nützen?“ Über solche Codes könnten zum Beispiel die Termine der Gottesdienste oder Daten zur Geschichte der Kirche abgefragt werden.

Eine Kooperation zwischen Verflechtung von Weltwald und Kirchenverein sei für alle ein Vorteil, war sich Fuchs sicher. Knapp 40 000 Besucher besichtigten die Sammlung von Bäumen aus aller Welt jährlich. „Und es werden bestimmt noch mehr“, war sich der Forstbetriebsleiter sicher. Das könne auch den Bekanntheitsgrad des Kircherls fördern. Deswegen soll mit dem zuständigen Pfarrherrn, dem Kranzberger Dekan Anton Erber, ein Konzept erarbeitet werden, wie Forst und Verein noch enger zusammenarbeiten könnten. Und weil die Kirche auf Staatsgrund stehe, müssten künftig auch rechtliche Fragen intensiver beleuchtet werden. Fuchs nannte ein Beispiel: „Wer haftet etwa, wenn bei Hochzeiten auf dem Kirchenvorplatz etwas passiert?“ Da müssten Lösungen erarbeitet werden.

Maria Martin

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