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Mehrere hundert Menschen liefen schweigend durch die Freisinger Innenstadt. Mit Schildern und Laternen wollten sie ein Zeichen setzen gegen den Bau der dritten Start- und Landebahn. Der Freisinger Bär war auch dabei. 

Kirchliche Jugend beim Lichterzeichen-Gang 

„G’sund is des ned“

Eigentlich war alles wie immer: Mehrere hundert Menschen gingen am Sonntagabend durch die Freisinger Innenstadt - um ein Lichterzeichen gegen das Projekt dritte Startbahn zu setzen. Doch eines war doch anders. Gestaltet wurde die Veranstaltung dieses Mal von der Jugend. Und im Mittelpunkt stand die Schöpfungsgeschichte.

Freising – Scharen von Menschen füllten die abendlichen Straßen Freisings. Einige hielten Laternen, andere Schilder in der Hand. Mit dem Schweigegang wollte man wieder ein Zeichen setzten – für den Erhalt der Schöpfung und gegen eine dritte Startbahn.

Den Auftakt gestaltete die Katholische Landjugend in der Christi-Himmelfahrts-Kirche. Neben dem Altar aufgebaut war eine Leinwand, auf die eine Weltkugel projiziert war. Abwechselnd wurden Bilder gezeigt – von Pflanzen, Fischen, dem blauen Firmament – und von Abfallbergen.

Katharina Maier und Katharina Bauer lasen einen Teil der Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis vor. Mit Sätzen wie „Der Himmel ist jetzt auch nicht mehr das, was er einmal war. G’sund is des ned“, wollten sie aufmerksam machen auf den Schaden, den der Mensch bereits global angerichtet hat. Gebannt lauschten die Teilnehmer, die die Kirche bis zum letzten Platz füllten. Auch viele Kinder waren dabei, und so machte sich Jung und Alt auf, um schweigend zum Marienplatz zu gehen. Dort führte dann die Evangelische Dekanatsjugend das Programm fort – ebenfalls mit Texten aus der Schöpfungsgeschichte. Für den musikalischen Rahmen sorgte Leon Simonis mit einem Trompetensolo.

Am Ende sangen schließlich alle Anwesenden im Kanon „Der Himmel geht über allen auf“ – überaus passend zu diesem Abend.

Gut zu wissen

Der nächste Innenstadt-Schweigemarsch in findet am Sonntag, 7. Mai, statt.

Victoria Stettner

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