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Macht gern den Affen, und legt wild gestikulierend während seines Vortrags Kilometer auf der Bühne zurück: Kabarettist Nepo Fitz.

Moosburger Kleinkunstfrühling

Kleinkunstfrühling Moosburg: Der Junge, der mal Rockstar werden wollte

Nepo Fitz macht gerne den Affen. Eine Rolle, in der er gar nicht schlecht ist. Noch dazu, wenn er ihm dann richtig Zucker gibt und das Publikum zum kollektiven Lausen, zum allgemeinen Ausflippen bietet. So geschehen bei seinem Auftritt im Rosenhofkino zum Abschluss des Moosburger Kleinkunstfrühlings.

Moosburg - Fitz ist ein Kabarettist und Comedian der jungen Garde. Er fährt eine harte Schiene, nimmt kein Blatt vor den Mund. Nicht ist ihm zu peinlich, kein Tabu heilig genug. Ob es nun der Drogenkonsum der Eltern ist, ob es die ganzen Idioten da draußen sind oder der Weltuntergang ist. „Gut oder böse, über all nur noch Katastrophen - die Welt brennt“, tönt Fitz und hebt überspitzt die Stimme. So geht das fortwährend in rasendem Tempo dahin, der Mann hetzt von einer Seite der Bühne zur anderen, lässt hier ein bayerischen Bonmot fallen, gibt dort einen bissigen Kommentar ab.

Mit am besten ist Nepo Fitz, wenn er zur E-Gitarre greift, seine Band vom Band anschmeißt und etwa im Stile eine Lenny Kravitz loslegt. Dann glaubt man zu wissen, was der Junge eigentlich einmal werden wollte. Rockstar nämlich und als solcher ist er gar nicht mal schlecht. Ansonsten sieht man sich bei seinem Programm „Saumensch – Bist Du gut oder böse“. Sein Fazit: Die Welt ist krank, wo man nur hinschaut Hysterie. Mitten drin einer, der an Unrast leidet. Wohlgemerkt körperlich und geistig. Ein Hyperventilierer vor dem Herrn, der seinem Publikum ganz nebenbei und ohne dass man es unbedingt merkt, zwischen all den Krachern und Lachern, den Spiegel vorhält. Mit einer „urboarischen“ Zusammenfassung des Lebens, die da lautet „Ah!“.

Eulenspiegel lässt grüßen. Weniger Herumgehampele täte es freilich auch. Aber, an Selbsterkenntnis mangelt es ihm nicht. „Ich habe einfach viel Energie“, gibt er zu.

Alexander Fischer

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