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Massig Platz gibt es in Au noch am Klosterberg – ein Bauerwerber hat nun Grünes Licht erhalten.

Grünes Licht für Bauvorhaben 

Klosterberg in Au wird bebaut

3400 Quadratmeter ungenutzter Baugrund – das kann bei der Wohnungsnot in der Region nicht lange so bleiben. Für ein Areal dieser Größe am Klosterberg in Au gibt es nun sogar zwei Bewerber. Der eine ist im Bauausschuss mit seinem Antrag abgeblitzt, der andere hat Grünes Licht bekommen.

Au/Hallertau – Das Grundstück ist als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, aber noch nicht bebaut. Jetzt sind diese 3400 Quadratmeter am Klosterberg zu Au ins Visier von Bauwilligen geraten. Der Bauausschuss hatte sich Dienstag mit beiden Vorbescheidsanträgen zu befassen. Da war zunächst der Antrag der Irchenhauser Bauträger GmbH aus Pfaffenhofen: Die hätte auf dem Grundstück ein Sechsfamilienhaus und weitere vier Einfamilienhäuser vorgesehen. Die Erschließung der zehn Wohneinheiten beziehungsweise der 20 Stellplätze wäre über die Nordost-Ecke des Grundstücks erfolgt.

Doch bei all dem spielten weder die Verwaltung noch die Marktgemeinderäte mit. Grund: Die vorgesehene Bebauung, vor allem das 12 auf 18 Meter Grundfläche und 12 Meter Firsthöhe aufweisende Mehrfamilienhaus, sei viel zu massiv. Das sei „absolut unmöglich“, das wäre ja „ein Dorf im Dorf“, schimpfte Heiner Barth (FWG). Martin Hellerbrand (CSU) formulierte seine Ablehnung so: Mit dieser Planung sei das Grundstück „ausgereizt bis aufs Letzte“. So eine massive Bebauung gehe an dieser Stelle gar nicht. Für Verdichtung innerorts sei er ja zu haben, aber nicht für „Verpressung“. Zumal es ja einen anderen Vorbescheidsantrag gebe, der viel besser passe und in die richtige Richtung gehe.

Da war also zum anderen der Antrag von Jacqueline Huber. Die würde auf dem Grundstück drei Doppelhaushälften mit einer Grundfläche von jeweils 16 auf 11 Meter errichten, die ebenfalls über die Nordost-Ecke des Grundstücks angefahren würden. Zwar fehlten auch bei diesem Vorbescheidsantrag Besucherstellplätze, wie Michael Hagl (GoL) anmerkte, aber die könne man eben nicht zwingend fordern – und vor allem sei die Zahl der Wohneinheiten mit sechs wesentlich niedriger als bei dem Antrag der Irchenhauser Bauträger GmbH. Hellerbrand sagte, wären es drei einzelne Anträge gewesen, würde man auch nicht nach Besucherstellplätzen fragen. Was Huber hier vorhabe, sei „der richtige Weg“. Und auch Gerhard Stock (FWG) war mit dieser Art der Bebauung einverstanden: Die sei bei weitem nicht so dicht wie bei dem anderen Antrag, „da spricht nichts dagegen“. Lediglich ein Platz, an dem die Mülltonnen zur Abholung so aufgestellt werden, dass sie für die Müllabfuhr auch erreichbar seien, muss auf dem Areal noch untergebracht werden. Und Besucherstellplätze wären schön, so hat der Bauausschuss einen vorsichtigen Wunsch geäußert.

Der erste Vorbescheidsantrag des Bauträgers aus Pfaffenhofen wurde mit einer Gegenstimme abgelehnt, dem Vorbescheidsantrag von Huber wurde einstimmig Grünes Licht erteilt.

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