Die Kölner Variante des Faschings

Au/Hallertau - Der Start der Auer Narrhalla in den Fasching ist geglückt: Seit Dienstag hat der Kölner Karneval im Hopfenland Einzug gehalten. Mittendrin: das Dreigestirn mit Prinz, Bauer und Jungfrau.

Es ist wahr geworden. Was viele bis zuletzt für einen Scherz hielten, dass die Narrhalla wegen erfolgloser Prinzenpaarsuche heuer die Kölner Dreigestirn-Variante wählt, wurde in der ausverkaufte Hopfenlandhalle Realität. Dem Anlass entsprechend drang aus den Lautsprechern der Kölner Karnevalsklassiker „Denn wenn et Trömmelche jeht“.

In der Folge öffnete sich das Hallentor und drei Rheinische Frohnaturen mit bayerischen Wurzeln bahnten sich den Weg durch die Tischreihen: „Kölle, alaaf, alaaf“. Grüßend und winkend hießen Markus Keller als Prinz, Daniel Fritsch als Bauer und Michael Hillebrand als Jungfrau ihre Untertanen willkommen.

Im Sturm eroberte das männliche Dreigestirn die Herzen der Ballbesucher. Das Publikum war aus dem Häuschen, auch Bürgermeister Karl Ecker freute sich, dass ihm das prophezeite „Blaue Wunder“ ganz ohne Regenten erspart blieb. Noch dazu, da er heuer zum 20. Mal die Übergabe des Rathausschlüssels vornimmt.

Etwas Bauchgrummeln hatte der Auer Bürgermeister dennoch bei der Übergabe des Türöffners, denn als Empfänger war Bauer Daniel Fritsch vorgesehen, der bekanntlich aus der Nachbargemeinde stammt. Scherzhaft fragte er: „Müssen wir wirklich einem Nandlstädter unseren Schlüssel geben?“ Auch die anderen gingen nicht leer aus, so erhielt Prinz Markus das Zepter und Jungfrau „Boandeline“ einen gemeindlichen Handspiegel. Letzteres Arbeitsgerät kommentierte Hofmarschall Martin Linseisen so: „Damit’s auch immer reinschauen kann, ob sie wirklich die Schönste ist im Land oder nicht vielleicht doch der Bürgermeister schöner ist“.

Zweifel daran waren spätestens verflogen, als das Dreigestirn dann zu seiner Tanzdarbietung einlud. Wo üblicherweise der Prinzenwalzer für Furore sorgt, war dieses Mal Showtime angesagt. Hierzu hatte der Onkel von Bauer Daniel Fritsch, Herbert Obermeier, eigens ein Lied komponiert, das vom Dreigestirn via Mikrophon und den Ballbesuchern vielstimmig gesungen wurde. Beim Gang durch die Tischreihen ließ das Trio Blumen sprechen.

Kontrastprogramm zu so viel Grazie und Anmut war der schmissige Tanz der neun Gardemädels, ebenso die Einlage der Tanzmariechen Julia Scholz und Franziska Kraft. Heiß wurde es nach Mitternacht beim Auftritt der Showtanzgruppe um die Ex-Prinzessinnen Evi Straßberger und Steffi Hagl, ehe das Quartett um das Dreigestirn und Hofnarr Benedikt Nickels beim Handtuch-Tanz fast nackte Tatsachen präsentierte.

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