Arbeiten dauern länger als geplant

Kollaps statt Katzensprung: Baustelle sorgt für Blechlawine in Freising

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Freising - 35 Minuten vom Mainburger Berg zum Bahnhof: Am Dienstagmorgen wurde für Autofahrer in Freising ein Katzensprung zu einer Weltreise. Schuld war eine Baustelle - und das schlechte Wetter.

Im Schneckentempo schleppte sich eine kilometerlange Blechlawine durch die Stadt. Grund dafür war eine Baustelle auf der Staatsstraße 2350 (Ex-B 11), wie Thomas Jungmann von der Verkehrspolizei Freising dem FT mitteilte. „Wegen der Arbeiten dort ist die Autobahn-Anschlussstelle Freising-Süd gesperrt.“ Eigentlich hätten die Asphaltierungsarbeiten dort bis 5 Uhr morgens beendet sein sollen. „Aufgrund der schlechten Witterung ist man aber nicht zum Teeren gekommen.“ 

Video: Stau in Freising

Für die zahlreichen Pendler, die sich nach dem langen Wochenende auf den Weg zur Arbeit machten, war das eine unerfreuliche Überraschung. Weil sie nicht auf die A 92 auffahren konnten, wendeten etliche Autofahrer an der Baustelle und sorgten so auch in der Gegenrichtung für eine verstopfte Fahrbahn. Josef Demmel von der PI Freising berichtete, dass die Baustelle vorerst um einen Tag verlängert wurde. Ob das reicht, die Maßnahme auch abzuschließen, könne er aber nicht zu 100 Prozent sagen. „Ich hoffe es“, betonte der Hauptkommissar. „Aber nur, wenn es aufhört zu regnen, können die Arbeiter die Straßenoberfläche fertig asphaltieren.“ Demmel betonte auch, dass es in Freising unabhängig von Baumaßnahmen immer wieder zu widrigen Verkehrssituationen käme. „Auch ohne Baustelle und ohne Unfall haben wir in den Hauptverkehrszeiten morgens und abends in Freising Situationen, die sich ganz knapp an der Grenze zum Kollaps befinden“, sagte der Verkehrsexperte der PI Freising. Die Straßen seien einfach überlastet. „Besser wird es erst, wenn die ganzen Umfahrungen da sind.“ Dass gerade am Tag des Megastaus der Spatenstich für die Nord-Ost-Umfahrung stattfindet, wertete der Hauptkommissar als positives Omen.

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