Stadtrats-Abschlussfeier

„Kommunalpolitik ist ein Auftrag“

  • schließen

Freising – Arbeitsreich war das Jahr, aber auch erfolgreich. Denn Stadtrat und Verwaltung waren fleißig. So zumindest hat OB Tobias Eschenbacher bei der Jahresabschlussfeier des Stadtrats am Donnerstag das Jahr 2016 charakterisiert.

Und: „Kommunalpolitik ist kein x-beliebiges Geschäft, sie ist ein Auftrag“, beteuerte der Rathauschef, bezeichnete das Stadtratsmandat als „eine ganz besondere Verpflichtung – und eine Auszeichnung“. Vieles sei in Freising gerade im Aufbruch und im Umbruch, zitierte Bürgermeister Hans Hölzl in seiner Dankesrede den OB, der mit den Stadträten „nicht immer leichte Arbeit“ gehabt habe. „Classax“ spielten weihnachtliche und klassische Stück, die Tische bogen sich unter dem kalten und warmen Büfett.

Und eine ganz neue Anschaffung der Stadt Freising feierte an diesem Donnerstagabend Premiere, hatte ihren ersten Einsatz, den sie mit Bravour meisterte: das „Fotopodium“, wie Eschenbacher die kleine Holzkonstruktion nannte, die man in den großen Sitzungssaal getragen hatte und die künftig bei Fototerminen zum Einsatz kommen soll. Am Donnerstag war das Podestl deshalb da, weil im Rahmen der Weihnachtsfeier zwölf Menschen für ihre besonderen Verdienste um die Kommunalpolitik geehrt wurden: Da war zunächst Peter Esterl, nicht nur seit 1986 bis zu seiner Pensionierung Leiter des Haupt- und Personalamtes in der Stadt, sondern von 1996 bis 2014 Ortssprecher der ehemals selbstständigen Gemeinde Itzling.

Dann waren da noch elf Stadträte, die seit 20 beziehungsweise 25 Jahren ihr Mandat ausüben und die laut OB bewiesen hätten, „dass auch hier, im Freisinger Stadtrat, demokratische Grundwerte gelebt werden“.

Seit 20 Jahren Stadtrat ist Richard Grimm, Fraktionschef der Freien Wähler und als Geschäftsmann mit einem „gewaltigen Potenzial an Wissen um die Belange unserer Altstadt“, sagte der OB.

Sebastian Habermeyer (Grüne), erst 18 Jahre lang und jetzt nach sechs Jahren Auszeit seit 2014 wieder im Stadtrat sei ein Mann, der „mit Überzeugungskraft und deutlichen Worten“ spreche: „Manchmal so scheint mir, ist aber auch eine Portion Gelassenheit erkennbar“, sagte Eschenbacher. 20 Jahre dabei ist Hans Hölzl (FSM), derzeit Bürgermeister und als Attachinger ein wichtiger Mann im Kampf gegen die Startbahn. 20 Jahre dabei ist auch Eckhardt Kaiser (Linke), der ebenso fehlte wie sein Parteikollege Guido Hoyer und Anna Maria Sahlmüller (FDP), die für 25 Jahre Stadtratstätigkeit geehrt worden wären.

Anwesend aber waren Maria Lintl (FSM), Wirtschaftsreferentin und FSM, Finanzreferent Ulrich Vogl (ÖDP), der ganz schnell Zahlen noch in der Sitzung nachrechnen könne, wie Eschenbacher wusste. Beide sind seit 20 Jahren im Stadtrat. Auf 25 Jahre bringen es Bürgermeisterin Eva Bönig (Grüne), deren Fachwissen um Schule und Kitas der OB lobte, Grünlandreferentin Heidi Kammler (SPD), die eher „still im Hintergrund“ wirke, und Benno Zierer (FW), der Mann mit „Wucht“, „ein Praktiker“, „ein Mann der Tat“. Sie alle wurden geehrt, mussten dafür aber den anderen Gästen im Saal den Vortritt am Büfett lassen. Schließlich war vor dem essen noch Fototermin angesagt. Und zwar auf dem Podestl.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Ahoi – und gute Fahrt“: Realschule Moosburg verabschiedet 193 Absolventen
Moosburg - Die „Tour de Kastulus“ ist vorbei: Nach einem teils harten Wettkampf konnten gestern 193 Absolventen der Realschule Moosburg das Siegerpodest besteigen und …
„Ahoi – und gute Fahrt“: Realschule Moosburg verabschiedet 193 Absolventen
Die Energiewende in der eigenen Garage
Der erhoffte E-Auto-Boom ist bislang ausgeblieben – trotz staatlicher Förderungen. Und auch diejenigen, die die Infrastruktur für die Elektromobilität schaffen, finden, …
Die Energiewende in der eigenen Garage
Es wird keine „Stinkeanlage“
Eine Klärschlammtrocknung soll im Anglberger Kraftwerk errichtet werden. Im Vorfeld gab es jetzt einen Dialogabend mit den Bürgern aus der Kraftwerksnachbarschaft. …
Es wird keine „Stinkeanlage“
Wegen Gleiserneuerung: Drei Wochen Bus statt S-Bahn
In den Ferien kommt es auf der Strecke der S1 zu Behinderungen. Zwischen Moosach und Feldmoching werden Gleise erneuert - Regionalzüge können allerdings fahren.
Wegen Gleiserneuerung: Drei Wochen Bus statt S-Bahn

Kommentare