Landrat Michael Schwaiger tritt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an.

Kommunalwahl 2014

Landrat Michael Schwaiger tritt nicht mehr an

Landkreis - Michael Schwaiger (FW) tritt nicht mehr an. Nach einer Periode als Landrat wird er im März 2014 nicht mehr für dieses Amt kandidieren. „Aus persönlichen gesundheitlichen Gründen“, wie der 42-Jährige mitteilte.

Einige aus der Kreistagsfraktion der Freien Wähler waren nicht überrascht, andere fielen am Donnerstag aus allen Wolken: Landrat Michael Schwaiger hatte gerade verkündet, dass er für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stehe – „nach langen Überlegungen“, wie er dann am Freitagvormittag in einer fünfzeiligen E-Mail mitteilte. Die Amtszeit von Schwaiger, der von 2002 bis 2008 Marzlinger Bürgermeister war und sich 2008 dann in der Stichwahl gegen Christian Magerl (Grüne) durchgesetzt hatte, endet somit Ende April 2014. Eine Entscheidung, die plötzlich und unerwartet kam.

Gleich am Donnerstag wurde den Kreisräten der Freien Wähler auch ein potenzieller „Ersatzkandidat“ vorgestellt: Rainer Schneider, seines Zeichens Bürgermeister in Neufahrn und Bezirksrat. Er habe sich, so sagte Schneider dem FT, noch über das Wochenende Bedenkzeit auserbeten, um mit Familie und Freunden die Lage zu besprechen. Aber: „Man kann nicht immer Nein sagen“, lässt Schneider durchblicken, dass er einer Kandidatur wahrlich nicht abgeneigt gegenüber steht. Seine neuerliche Bewerbung als Bürgermeister für die Gemeinde Neufahrn würde er dann freilich aufgeben.

Vor Schwaigers Entscheidung habe er „höchsten Respekt“. Schneider bescheinigte dem amtierenden Landkreischef „menschliche Größe“.

Dass am 16. März 2014 der „Titelverteidiger“ also nicht mehr zur Wahl steht und damit alles auf Null gesetzt ist – diese Nachricht lässt auch die CSU aufhorchen. Das ist „eine neue Lage, über die wir reden müssen“, sagte CSU-Chef Florian Herrmann am Freitag zum Freisinger Tagblatt. Bislang noch etwas zögerlich (wir haben berichtet), ist Herrmann jetzt fester denn je der Meinung, dass die CSU als Partei mit Selbstbewusstsein, mit Profil und mit Führungsanspruch einen Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Landratsamt schicken sollte. Dass dabei gleich wieder der Name der Moosburger Bürgermeisterin und Vize-Landrätin Anita Meinelt kursierte, überrascht nicht. Doch die winkt auf Nachfrage energisch ab: „Es bleibt beim Nein!“, habe sie all den Stimmen entgegnet, die ihr sogleich am Freitag versichert hätten, jetzt sei ihre Stunde gekommen.

Michael Schwaiger selbst war am Freitag nicht bereit, „weitere Erklärungen oder Ergänzungen abzugeben“. Denn: „Die von mir genannten Gründe sind für die Öffentlichkeit ausreichend“, teilte er am Nachmittag auf Nachfrage per E-Mail mit.

Andreas Beschorner

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