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Durch diese Tür tritt in einem Jahr der neue Freisinger Oberbürgermeister – oder die Oberbürgermeisterin. Sehr gut möglich, dass der neue aber der alte ist – OB Tobias Echenbacher von der Freisinger Mitte (FSM), mit dem auch CSU und FW gut können. Sie verzichten daher eventuell auf einen eigenen Kandidaten.

Wochen schwieriger Entscheidungen

Kommunalwahl 2020 im Kreis Freising: Welche Bürgermeister gehen, welche bleiben? – Ein Überblick

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Die Bürgermeisterwahl 2020 im Landkreis Freising ist für viele Bürger der wichtigste Aspekt der Kommunalwahlen. Anbei ein Überblick über Gemeinden und Kandidaten.

  • Am 15. März 2020 finden im Landkreis Freising Kommunalwahlen statt
  • Insgesamt werden auch 24 neue Bürgermeister gewählt
  • Hier ein Überblick über alle Bürgermeister-Kandidaten aus dem Landkreis Freising

  • Landkreis Freising – Am15. März 2020 sind bei der Kommunalwahl in Bayern auch im Landkreis Freising mehr als 100.000 Menschen aufgerufen, den Landrat, die Bürgermeister und die Gemeinderäte zu wählen. Auch wenn längst noch nicht alle Kandidaten feststehen, so zeichnet sich in manchen Gemeinden schon jetzt eine spannende Wahl ab. Zumal nicht überall die derzeitigen Amtsinhaber erneut antreten wollen.

    Die einen haben vor, in eine weitere Amtszeit zu starten, wie etwa Anton Geier in Haag, der bei den Kommunalwahlen 2020 zum vierten Mal zum Bürgermeister gewählt werden will. In anderen Städten und Gemeinden aber wird die Kommunalwahl in genau einem Jahr eine Zäsur bedeuten. In Zolling etwa scheidet Amtsinhaber Max Riegler altersbedingt aus. Wer wird der Nachfolger? Wer schickt überhaupt einen Kandidaten ins Rennen? Wer ringt noch mit sich selbst? Ein Überblick.

    Alle weiteren Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Freising finden Sie auch auf unserer Themenseite.

    Bürgermeisterwahl 2020: Allershausen

    Für Rupert Popp von den Freien Wählern ist am 30. April 2020 nach 24 Jahren Schluss als Bürgermeister. Mindestens zwei Kandidaten werden sich um seine Nachfolge bemühen: Sein Parteifreund und derzeitiger Zweiter Bürgermeister Martin Vaas macht aus seinen Ambitionen keinen Hehl.

    Bei der CSU in Allershausen war Manuel Mück als Bürgermeisterkandidat im Gespräch. Das hat sich aber wieder zerschlagen, nachdem dem Gemeinderat aus Allershausen nun als Landrat für die CSU in den Ring steigt. Die SPD Allershausen schickt Thorsten Klenke ins Rennen. 

    Bürgermeisterwahl 2020: Attenkirchen

    Von Amtsinhaber Martin Bormann (Bürgernahe Gruppe) bekommt man auf die Frage, ob er wieder antritt, ein klares Ja zur Antwort. Zudem steht auch schon der Kandidat der neugegründeten „Persepektive Attenkirchen“ parat: Der 47-jährige Walter Schlott aus Thalham wird auf einer gemeinsamen Liste mit den Grünen um den Rathausstuhl kämpfen.

    Ebenfalls neu gegründet wurde die Gruppierung „WIR“ in Attenirchen, die parteiübergreifend agiert. Als Bürgermeister-Kandidaten stellte die Gruppe Matthias Kern vor. Der 37-Jährige ist zudem Vorsitzender der SPD-Moosburg. Im Falle eines Sieges in Attenkirchen wolle er diesen Posten aber abgeben.

    Ob die Unabhängige Wählergemeinschaft einen Gegenkandidaten aufstellen wird, beantwortet Josef Fischer, der 2014 gegen Bormann angetreten war, so: „Wir werden mit ziemlicher Sicherheit einen Kandidaten aufstellen.“ Gemunkelt wird, dass die AfD einen eigenen Bewerber um den Chefsessel im Rathaus küren wird.

    Bürgermeisterwahl 2020: Au

    Karl Ecker von den Freien Wählern darf nochmal. Aber er will nicht. Der 56-Jährige, seit 1996 Auer Bürgermeister, will nicht mehr. Dafür soll sein Parteikollege Hans Sailer, derzeit 2. Bürgermeister von Au, sich um Eckers Nachfolge bewerben.

    Eine Herausforderin für Ecker, sollte er antreten, steht schon fest: Barbara Prügl von den Grünen, Gemeinderätin, Stellvertreterin des Landrats und schon 2014 die Gegenkandidatin von Ecker. Die CSU entscheide in den kommenden Wochen, so Ortsvorsitzender Stefan Baur.

    Bürgermeisterwahl 2020: Eching

    Bereits vor seiner Wahl 2016 hatte Gemeindechef Sebastian Thaler (parteilos) versprochen, seine Amtszeit auf vier Jahre zu begrenzen, damit auch in Eching die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen wieder synchron laufen. Und weil man „in nur dreieinhalb Jahren eigentlich keine Chance hat, die Früchte seiner Arbeit zu ernten“, kann es sich Thaler„nach jetzigem Stand durchaus vorstellen“, auch 2020 zu kandidieren. Er würde sich dann wieder von der örtlichen SPD, den Grünen, den Bürgern für Eching und der Echinger Mitte aufstellen lassen. Mit dem von den Freien Wählern nominierten Thomas Stüwe (54) steht bislang erst ein Gegenkandidat fest. Dessen Maxime: „Gemeinschaft stärken, alle zusammenführen“. Mit großer Spannung erwartet wird insbesondere, wen die Echinger Christsozialen ins Rennen schicken werden.

    Bürgermeisterwahl 2020: Fahrenzhausen

    Amtsinhaber Heinrich Stadlbauer bringt 2020 die erste Amtszeit hinter sich. Und geht’s weiter? „Ich hab grundsätzlich nicht vor, dass ich aufhöre“ sagt er. Offiziell ist das aktuell freilich noch nicht, da müsse man sich noch bis Herbst gedulden, bis die Freie Bürger Liste ihn offiziell nominiere. „Von einem Gegenkandidaten hab ich aktuell noch nichts gehört“, sagt Stadlbauer.

    Zur Zeit hat der Fahrenzhauser Bürgermeister allerdings erstmal genug Sorgen mit dem Rathaus-Neubau. Dieser hatte in der Gemeinde für Furore gesorgt. Nun wird es wohl einen Bürgerentscheid geben. Da der Gemeindeteil Kammerberg bei den Kommunalwahlen 2020 diesmal nicht mit einer eigenen Liste antritt, ist von dort auch nicht mit einem Bürgermeister-Kandidaten zurechnen.

    Bürgermeisterwahl 2020: Stadt Freising

    Er machte keinen Hehl daraus, dass er noch einmal antreten wird: Tobias Eschenbacher von der Freisinger Mitte (FSM), seit 2012 Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Freising. Er wurde von der FSM Mitte September einstimmig als Kandidat gekürt.

    Im Juli wurde die Freisinger Grünen-Stadträtin Susanne Günther ohne Gegenstimme zur OB-Kandidatin gewählt.

    CSU-Ortsvorsitzender Jürgen Mieskes wurde im Oktober im Freisinger Lindenkeller mit 46 der 52 abgegebenen Stimmen (88,5 Prozent) nominiert.

    Die Genossen der Freisinger SPD haben auch bereits einen Bewerber gekürt. SPD-Stadtrat Peter Warlimont will Freisinger Oberbürgermeister werden. Warlimont (54), der in der Freisinger SPD seit vielen Jahren aktiv ist, sitzt seit 2014 auch im Freisinger Stadtrat und Kreistag.

    „Die Partei“ Freising schickte Mitte Oktober Sophie Hess ins OB-Rennen. Die Ziele der Informatikstudentin, die sie für die Satirepartei vertritt: „Ich möchte durchsetzen, dass Freising München als Hauptstadt ablöst.“ Und: „Es muss endlich ein Bierbrunnen her!“ 

    Ein „echtes“ Radwegekonzept, ein „echtes“ Verkehrskonzept, ein „echtes“ Wirtschaftsmanagement, ein „echtes“ Kinderbetreuungskonzept. Das will Jens Barschdorf (37). Er wurde  mit 17 von 17 Stimmen zum OB-Kandidaten der FDP nominiert. Und auch die Stadtratsliste der Liberalen erhielt 17 Mal ein „Ja“.

    Bürgermeisterwahl 2020: Gammelsdorf

    Nach vier Amtsperioden ist für Paul Bauer Schluss: Der Gammelsdorfer Bürgermeister will kein fünftes Mal kandidieren. „Ich hatte schon immer vorgehabt, in diesem Alter aufzuhören“, sagt der 66-Jährige, der auf sehr erfolgreiche Jahre als Gammelsdorfer Rathaus-Chef zurückblicken kann, wie er in einer Bürgerversammlung im März wieder eindrucksvoll präsentierte.

    Nun seien seiner Meinung nach die Jüngeren am Zug. „Mit Empfehlungen halte ich mich aber ganz raus“, sagt Bauer, der drei Mal um die 90 Prozent und zuletzt immer noch ein ordentliches Wahlergebnis von 82,5 Prozent eingefahren hatte. Langweilig werde ihm nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst sicher nicht: „Ich möchte Zeit mit der Familie nachholen, mehr für meine Enkelkinder da sein und auf Reisen gehen.“

    Bürgermeisterwahl 2020: Haag

    17 Jahre sind vergangen, seit Anton Geier – damals 36 Jahre jung – ins Haager Rathaus eingezogen ist. Seit beinahe drei Amtsperioden ist der Bürgermeister, der der Gruppe Unabhängiger Bürger (UB) angehört, unangefochtener Rathauschef. 2002 trat noch Monika Arzberger (Pro Haag) gegen Geier an – die beiden nächsten Kommunalwahlen marschierte Geier dann aber ohne Gegenkandidat durch. Auch 2019?

    Gut möglich: Mit seinen im August 54 vollendeten Jahren sei er noch keine Spur amtsmüde, sagt der Bürgermeister, sondern mit Freude bei der Arbeit. Er fühle sich fit, im Gemeinderat werde konstruktiv und harmonisch gearbeitet, und die Stimmung in der Gemeinde sei gut. „Man muss es halt gern machen und die Leut’ mögen“, weiß der langjährige Rathauschef.

    Für Anton Geier gibt es also keinen Grund, im nächsten Jahr nicht mehr anzutreten – „nicht zuletzt, weil ich mir grad ein neues Trachtensakko gekauft habe“, wie der Bürgermeister scherzt. Außerdem müsse ihn seine eigene Gruppierung „erst mal aufstellen“. Nichts anderes ist zu erwarten.

    Gegen mindestens einen Gegenkandidaten wird Geier sich aber in diesem Jahr durchsetzen müssen. Die CSU hat Benedikt Flexeder aufgestellt. Der mit 29 Jahren noch recht junge Elektronikergeselle fühlt sich bereit für die Kandidatur zum Haager Bürgermeister. Im vorigen Jahr hatte er für das Europaparlament kandidiert, den Einzug aber nicht geschafft. Nun freue er sich darauf, Verantwortung zu übernehmen.

    Bürgermeisterwahl 2020: Hallbergmoos

    Dass er kein Bürgermeister für nur eine Amtsperiode ist, hat der Hallbergmooser Rathauschef Harald Reents (CSU) bereits vor fünf Jahren gesagt, als er sich für das Amt bewarb. Und er hält sein Versprechen und kündigte bereits Mitte Februar an: „Ja, ich kandidiere wieder.“ Seine Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat mache ihm Spaß, außerdem wolle er angestoßene Projekte fortführen und die Zukunft der Gemeinde weiter gestalten.

    Aber wer tritt gegen Reents an? Sowohl die Freien Wähler als auch die Grünen und die Hallbergmooser Sozialdemokraten hüllen sich noch in Schweigen. Sicher scheint lediglich, dass die „Einigkeit“ keinen Kandidaten aufstellen wird.

    Bürgermeisterwahl 2020: Hörgertshausen

    „Sechs Jahre sind mir zu wenig“: Mit diesen Worten hat Hörgertshausens Rathauschef Michael Hobmaier seine erneuten Ambitionen um das Bürgermeisteramt bekräftigt. „Mir macht’s wirklich Spaß und mit einer Amtsperiode ist ja noch nichts ausgerichtet“, sagt der 53-Jährige.

    Sich selbst bezeichnet er als „sehr ausgeglichen“, und auch mit der Debattenkultur im Gemeinderat ist er zufrieden: „Diskussionen sind wichtig, es kann nicht immer eine zu-Null-Entscheidung geben.“ Schließlich habe jeder seine eigene Meinung. Aber: „Bei uns herrscht eine konstruktive Zusammenarbeit.“ Den Austausch mit der Verwaltungsgemeinschaft Mauern nennt Hobmaier sogar „herzlich“.

    Und so blickt der Mann, der vor seiner Wahl zum Ortschef bereits sein halbes Leben im Gemeinderat verbracht hat, optimistisch in Richtung zweite Amtszeit. Ob er 2020 mit Konkurrenz zu rechnen habe? „Dazu ist mir bislang noch nichts zu Ohren gekommen.“ Zufrieden können die Bürger in Hörgertshausen jedenfalls sein. Die Gemeinde wächst und arbeitet wirtschaftlich solide. Im vergangenen Jahr wurdein Hörgertshausen ein Haushaltsplan aufgestellt, der die zukunftsweisende Richtung der Gemeinde ausweist. Alles stand im Zeichen des neu geplanten Gewerbegebiets.

    Bürgermeisterwahl 2020: Hohenkammer

    Der amtierende Bürgermeister in Hohenkammer, Johann Stegmair, tritt nicht mehr an. „Ich werde 2020 62 Jahre alt. Nach 24 Jahren ist Zeit für ein neues Gesicht.“ 

    Man solle zu dem Zeitpunkt aufhören, zu dem noch manche sagen: „Schade, dass er nicht weitermacht“, findet Stegmair. Die Gemeinde Hohenkammer sei im Moment sehr gut aufgestellt – von der Verwaltung her, aber auch finanziell. „Es wäre also eine gute Zeit, das Heft an einen Jüngeren zu übergeben“, philosophiert Stegmair.  „Ich habe mir viele Politiker angeschaut, die mit knapp 70 Jahren noch im Amt sind und das halte ich für nicht erstrebenswert – weder für mich, noch für den Wähler“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Die CSU schickt jetzt Franz Josef Müller als Stegmairs Nachfolger ins Rennen. 

    Die FDP in Hohenkammer tritt wieder an: Susanne Hartmann tritt zum zweiten Mal an, nachdem sie bei der letzten Wahl schon ein gutes Ergebnis eingefahren hat. 

    Bürgermeisterwahl 2020: Kirchdorf

    Auf die Frage, ob er’s nochmal macht, sagt Kirchdorfs Bürgermeister Uwe Gerlsbeck: „Natürlich!“ Und er begründet es so: „Weil es schön ist, weil es eine verantwortungsvolle Aufgabe mit vielen Facetten ist.“

    Ob es einen Gegenkandidaten für den CSU-Mann gibt, weiß er noch nicht. Er gibt sich bayerisch-diplomatisch: „Schau ma moi.“ In den vergangenen vier Wahlperioden sei in Kirchdorf immer nur ein Kandidat in den Ring gestiegen. Mal sehen, ob es so bleibt.

    Bürgermeisterwahl 2020: Kranzberg

    Ganz leicht ist ihm die Entscheidung nicht gefallen. Kranzbergs Bürgermeister Hermann Hammerl ist in den vergangenen Monaten viel politischer Gegenwind ins Gesicht geweht. Mehrere seiner Anträge wurden von einem politischen Mehrheitsbündnis im Gemeinderat abgelehnt. Richtig stürmisch wurde es gar im Herbst, als sein Stellvertreter Anton Westermeier das Amt des 2. Bürgermeisters abgegeben hat. Dennoch ist Hammerl zu dem Schluss gekommen: „Wenn gesundheitlich nichts dagegen spricht und meine Gruppierung das möchte, werde ich nochmals kandidieren.“

    Am Ende sei es eben so, dass man es nicht allen Recht machen könne. „Wenn man eine Richtung einschlägt und beibehält, schafft man sich nicht nur Freunde.“ Doch Hammerl will den Weg trotzdem weitergehen und laufende Großprojekte – neuer Flächennutzungsplan, sozialer Wohnungsbau, Hochwasserschutz – zu Ende bringen.

    Mit einem Konkurrenten muss der amtierende Bürgermeister rechnen. Der CSU-Ortsverband will einen Kandidaten nominieren, sagte Vorsitzender Roland Haslbeck dem FT. Die anderen Fraktionen halten sich noch bedeckt oder haben noch keine Entscheidung getroffen. „Ich lasse mich überraschen“, sagt Hammerl und fügt augenzwinkernd hinzu: „Spätestens, wenn ich den Wahlzettel aufblättere, werde ich sehen, ob da noch ein zweiter Name neben meinem steht.“

    Bürgermeisterwahl 2020: Langenbach

    „Ich will weitermachen – ganz einfach, weil mir das Bürgermeisteramt Spaß macht. Ich bin nicht angetreten, um nur sechs Jahre Bürgermeisterin zu sein“, sagt Susanne Hoyer. Es gebe noch so viel zu tun. „Wir müssen etwa die Dorfstraße sanieren, uns überlegen, was wir mit dem alten Bahnhofsgebäude tun wollen oder was mit dem Parkplatz gegenüber dem Alten Wirt geschehen soll.“

    Zwischenzeitlich war sie auch als Kandidatin für die Nachfolge von CSU-Landrat Josef Hauner gehandelt worden. Doch Hoyer räumte mit diesem Gerücht auf und bekräftigte ihren Wunsch, weiter Langenbach regieren zu wollen. 

    Da Susanne Hoyer für die Freien Wähler antreten wird, hat die CSU inzwischen einen eigenen Bewerber positioniert: Thomas Holst (42) soll den Rathaussessel für die Christsozialen erobern. Er wurde mit 11:2 Stimmen zum Kandidaten bestimmt.

    Bürgermeisterwahl 2020: Marzling

    Zweimal schon trafen sie bei Kommunalwahlen als direkte Kontrahenten aufeinander: Dieter Werner (53) von den Parteifreien Bürgern und Martin Ernst (53), der gemeinsame Kandidat von CSU und FW. Und zweimal wählten die Marzlinger Dieter Werner mit rund 60 Prozent zum Bürgermeister. 

    Jetzt tritt Martin Ernst (CSU/FW) zum dritten Mal an, doch Dieter Werner kandidiert nicht mehr.  Nach hartnäckigen gesundheitlichen Problemen wolle er auf sich künftig mehr Rücksicht nehmen, sagt der Bürgermeister.

    Ernst hat aber einen Mitbewerber bekommen:Siegfried Kleidorfer (52). Am Mittwochabend wurde er von 20 Stimmberechtigten zum Bürgermeister-Kandidaten für die Parteifreien Bürger Marzling (PBM) gewählt. Damit ist er derzeit offiziell gesehen der einzige Bewerber für den Chefsessel im Rathaus. Allerdings: Die CSU/FW-Gruppierung will den bisher amtierenden 2. Bürgermeister Martin Ernst ins Rennen schicken, muss diesen aber noch offiziell nominieren.

    Bürgermeisterwahl 2020: Mauern

    Er schaffte 2014 den Sprung vom Gemeinderat zum Bürgermeister: Georg Krojer trat in Mauern die Nachfolge von Alfons Kipfelsberger an und war mit seinem Wahlergebnis von knapp 80 Prozent auch sichtlich zufrieden. Dass sich an der breiten Zustimmung in der Gemeinde seither etwas geändert hätte, ist nicht erkennbar: Bei der jüngsten Bürgerversammlung herrschte zwischen dem Ortschef und seinen Zuhörern Harmonie.

    Und so wird auch erwartet, dass Georg Krojer im kommenden Jahr erneut in den Ring steigen wird. Wegen einer Krankheit war er zwar für eine persönliche Stellungnahme nicht erreichbar – aus dem näheren Umfeld seiner Partei, den Freien Wählern, war jedoch zu erfahren: „Der Georg tritt 2020 wieder an.“

    Bürgermeisterwahl 2020: Stadt Moosburg

    Einen Wechsel an der Rathausspitze gibt es in der Stadt Moosburg. „Ich höre definitiv auf“, hat Bürgermeisterin Anita Meinelt, die dann 18 Jahre im Amt war, schon längst kundgetan. Aber nicht, weil sie wegen des Rentenalters muss – „am Tag der Wahl bin ich noch 65!“ Vielmehr ist sie der Meinung, dass Moosburg – im Speckgürtel von München und dem Flughafen – vor großen Herausforderungen steht, die mit frischem Schwung und vor allem neuen Ideen bewältigt werden müssen. 

    Ob ihr Nachfolger auch aus dem CSU-Lager kommt, würden die Wähler entscheiden, sagt Meinelt. Gewählter Kandidat der Christsozialen ist jedenfalls Georg Hadersdorfer. Dieser sagt Ende Juni bei seiner Aufstellungsversammlung: „Ich habe mir den Schritt gut überlegt.“ 

    Nach 18 Jahren im Moosburger Rathaus-Chefsessel macht Anita Meinelt (CSU) den Weg frei für eine Nachfolgerin – oder einen Nachfolger.

    Einen eigenen Kandidaten schicken auch die Sozialdemokraten ins Rennen, die nach der 18-jährigen Amtszeit von Anton Neumaier im Jahr 2002 den Bürgermeisterposten an die CSU und Anita Meinelt verloren hatten. Mit dem 45-jährigen Gunnar Marcus will die SPD den Moosburger Rathaus-Chefsessel zurückerobern. Er ist ein politischer Newcomer und sorgte bei der Aufstellungsversammlung für Aufbruchstimmung bei seinen Genossen.

    100 Prozent Zustimmung: Die gab es für Michael Stanglmaier von den Moosburger Grünen bei der Nominierung zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Der derzeitige 3. Bürgermeister der Dreirosenstadt will „eine Mitmachkultur und ein Klima der Wertschätzung und des Respekts etablieren“.

    Bei der ÖDP hat man sich ebenfalls bereits auf einen Bürgermeisterkandidaten einigen können: Jörg Kästl. Der Stadtrat sitzt seit einer Amtsperiode im Gremium und hatte sich auch bei der vergangenen Kommunalwahl um den Posten des Stadtoberhaupts beworben.

    Die Freien Wähler haben sich bereits seit vielen Monaten entschieden, wer die Nachfolge von Anita Meinelt antreten soll: Vize-Bürgermeister Josef Dollinger (60) tritt bei der Kommunalwahl 2020 zum dritten Mal als FW-Spitzenkandidat an. 2014 unterlag er mit 44,2 Prozent Meinelt in der Stichwahl.

    Eine Partei, die noch nie im Moosburger Stadtrat vertreten war, macht sich heuer ebenfalls Hoffnungen: Die FDP schickt den 26-jährigen Philipp Fincke ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Er wolle mit jungen Ideen die örtliche Kommunalpolitik ein Stück weit aufmischen, wie er bei seiner Nominierung betonte.

    Die Unabhängigen Moosburger Bürger, derzeit noch mit zwei Stadträten im Moosburger Kommunalparlament vertreten, wollen bei den Wahlen im März 2020 nicht mehr antreten. Die Anzahl der UMB-Mitglieder reiche nicht für eine eigene Liste aus, verkündete man nach lang andauernden Gesprächen und Überlegungen. Einen Bürgermeisterkandidaten gibt es somit ebenfalls nicht von den UMB.

    In Sachen Wahlwerbung herrschen bei der Kommunalwahl im März strenge Richtlinien. Die Stadt möchte damit Wildwuchs bei Plakaten verhindern. In einem Punkt will man sich allerdings nicht einmischen.

    Bürgermeisterwahl 2020: Nandlstadt

    Trotz intensiver Bemühungen des Freisinger Tagblatts war bislang von Bürgermeister Jakob Hartl (Bürgerliste Nandlstadt) keine Stellungnahme zu erhalten. Derweil bringen sich bereits potenzielle Nachfolger Hartls in Stellung.

    Die örtliche CSU hat sich beim Rennen ums Rathaus bereits festgelegt: 32 von 35 CSU-Mitgliedern sprachen sich für Franz Mayer (56) aus. Schon 2014 sei ihm die Kandidatur um den Rathaussessel angetragen worden, so Mayer, was er jedoch auch aufgrund seiner erst vierjährigen Erfahrung im Gremium damals abgelehnt habe.

    Ein direkter Konkurrent Mayers kommt wohl aus der eigenen Partei: Jens-Uwe Klein. Der amtierende 2. Bürgermeister plant, mit der „Interessengemeinschaft Nandlstadt“ eine eigene politische Gruppierung zu gründen - über die er dann selbst als Bürgermeister kandidieren könnte. Für dieses Ansinnen hagelte es freilich Kritik aus Reihen der CSU. Im Nachhinein bemühte sich Ortsvorsitzender Rainer-Klier dann, die Wogen zu glätten und einige Punkte zur Causa Klein klarzustellen. Dem Parteikollegen warf er vor, Halbwahrheiten zu verbreiten.

    Der zweite Stellvertreter von Bürgermeister Jakob Hartl, Gerhard Betz, plant unterdessen ebenfalls eine Rathauschef-Kandidatur für seine UWN. „Nandlstadt braucht einen Bürgermeister, der Bewährtes bewahrt und zugleich offen ist für neue Entwicklungen, neue Technologien und neue Ideen“, so sein Credo.

    Bürgermeisterwahl 2020: Neufahrn

    Nach einer Amtsperiode aufzuhören, das kommt für Rathauschef Franz Heilmeier (Grüne) nicht in Frage. „Ja, ich will weitermachen“, stellt er klar. Erklärend fügt er hinzu: „Erstens mache ich es gern, zweitens fühle ich mich sehr wohl im Gemeinderat und im Rathaus.“ Außerdem habe sich in den fünf Jahren seiner Amtszeit „eine Menge verbessert“, wie er findet. Auch und gerade was den Wirtschaftsstandort Neufahrn betrifft.

    Was der Ort für Potenzial hat, das habe etwa die Entwicklung des Nova-Gewerbeparks auf dem ehemaligen Avon-Gelände gezeigt. „Nach sechs Jahren wäre nur die halbe Arbeit getan“, findet Heilmeier. Noch dazu wird der Gemeinderat in der nächsten Legislaturperiode von 24 auf 30 Mitglieder aufgestockt. Eine zusätzliche Motivation, wie Heilmeier durchblicken lässt.

    Aber die Konkurrenz schläft nicht: So haben die Freien Wähler inzwischen mit Norbert Manhart (50) einen ehemaligen Parteikollegen von Heilmeier nominiert  „einen Führungskopf“, wie FW-Ortschef Manfred Holzer betont. Auf einen Youngster setzt die SPD: Der erst 27-jährige Maximilian Heumann soll frischen Wind ins Rathaus bringen. Für Ortschefin Beate Frommhold-Buhl ist er ganz einfach „ein Glücsfall“. Noch offen ist, wen die CSU zu ihrem Kandidaten macht.

    Bürgermeisterwahl 2020: Paunzhausen

    Auch Johann Daniel ist bereit. Daraus, dass er zum dritten Mal auf den Chefsessel im Paunzhausener Rathaus gewählt werden will, macht der FW-Mann kein Hehl. „Ich kandidiere freilich wieder.“ Und wieder werde er, so wie in den vergangenen Jahren auch, als ehrenamtlicher Bürgermeister fungieren, sagt Daniel. Von einem Gegenkandidaten aus Reihen der Bürgerliste (BL) habe er bisher noch nichts gehört, sagt Daniel. Und: „Es wäre schön, wenn das so bleibt.“Zudem hat der Paunzhausener Bürgermeister noch allerhand zu tun. Die Entwicklungen in seiner Gemeinde sind eher unerfreulich, wie Daniel auf einer Bürgerversammlung vor einiger Zeit dokumentierte.. Gemeinsam möchte Daniel wieder an einem kleinen AUfschwung arbeiten.

    Bürgermeisterwahl 2020: Rudelzhausen

    Der Amtsinhaber in Rudelzhausen, Konrad Schickaneder (CSU), ist zwischenzeitlich im 30. Jahr bei der Gemeinde Rudelzhausen beschäftigt: Zwölf Jahre davon als Geschäftsleiter, zudem macht er im Wahljahr 2020 die 18 Jahre als Bürgermeister voll. „Ich kandidiere nicht mehr!“ Seine Entscheidung steht fest. Denn: 2020 sei er 62 Jahre alt: „Es ist an der Zeit, aufzuhören.“ Und wer könnte nachfolgen? Die CSU habe sich noch auf keinen Kandidaten festgelegt, hieß es zunächst. Um einen Anreiz zu schaffenn hat der Rudelzhausener Bürgermeister bereits versucht, durch das Schaffen der Stelle eines Kämmerers den zukünftigen Bürgermeister zu entlasten. Inzwischen wurde jedoch ein Wunsch-Nachfolger aus Reihen der CSU vorgestellt: Robert Forster, 35 Jahre alt und seit 2016 im Gemeinderat, soll das Erbe Schickaneders antreten, so hoffen die Christsozialen.

    Einer, der sich im Amt bereits auskennt und der, wie er selbst sagt, „sich alles vorstellen könnte“, ist 2. Bürgermeister Hans Teibl von den Freien Wählern. Da in Rudelzhausen immer wieder im Gespräch gewesen sei, das Amt des Bürgermeisters von hauptamtlich auf ehrenamtlich „zurückzustufen“, stellt Teibl klar, er sei für beide Möglichkeiten offen.

    In den Ring steigen würde er nicht nur für die Freien Wähler: Sollte er gefragt werden, wäre es auch eine Überlegung wert, auf einer offenen Liste einer anderen Gruppierung zu kandidieren. Teibl sitzt aktuell seit elf Jahren im Gemeinderat, seit dieser Legislaturperiode als Stellvertreter des Bürgermeisters. Teibl hat Erfahrung als Verwaltungsbeamter.

    In den vergangenen 35 Jahren war er in den unterschiedlichsten Dienststellen tätig: Bei der Regierung von Oberbayern, der Stadt Freising, im Wasserwirtschaftsamt und in der Immobilienverwaltung des Finanzministeriums. „Ich könnte diese Aufgabe bewältigen“, davon ist Hans Teibl überzeugt.

    Bürgermeisterwahl 2020: Wang

    Auch wenn es für ehrenamtliche Bürgermeister wie den Wanger Ortschef Hans Eichinger keine Altersgrenze gibt: Der 77-Jährige möchte nach zwei Amtsperioden keine dritte anstreben.

    Auch wenn es für ehrenamtliche Bürgermeister wie den Wanger Ortschef Hans Eichinger keine Altersgrenze gibt: Der 77-Jährige möchte nach zwei Amtsperioden keine dritte anstreben. „Aus familiären Gründen habe ich mich dagegen entschieden“, sagt Eichinger, der bei der vergangenen Wahl mit 96 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde.

    Neben privaten Motiven würden ihm weitere Umstände den Abschied vom Rathaus-Chefsessel leicht machen: „Ich will nicht verhehlen, dass mich eine Menge Dinge nerven“, sagt Eichinger. „Vor allem die Aktionen von Behörden, die ohne jegliche Rücksprache und Kommunikation irgendwelche Aktionen starten.“ Seine Anspielung beziehtsich etwa auf das Staatliche Bauamt Freising. 

    Als konkrete Fälle nennt der Wangener Bürgermeister die Wanger Aufregerthemen Ligeder Berg und Mauerner Bach. Auch beim Radweg zwischen Moosburg und Mauern beklagt er „fehlendes Engagement“ von übergeordneter Stelle. Eichinger frustriert: „Nach einer 40-jährigen Karriere im Öffentlichen Dienst bin ich ja einiges gewohnt. Aber es ist nicht zu glauben, wie träge die Mühlen mahlen.“ 

    Eichinger war bis vor kurzem hauptberuflich Hochschul-Professor, am 18. Januar hat er seine letzte Vorlesung gehalten und somit nun auch seine Lehrtätigkeit beendet. Eine Empfehlung für einen Nachfolger möchte er nicht aussprechen, „da bin ich sehr vorsichtig“, wie er sagt. Nur so viel lässt er wissen: „Ich hoffe, dass es ein mutiger und kompetenter Mensch wird, der mit den Bürgern und den Behörden gut klar kommt.“

    Bürgermeisterwahl 2020: Wolfersdorf

    Bürgermeister Sebastian Mair hört auf. Nicht weil er müsste, sondern, weil er nach vier vollen Amtsperioden glaubt, dass es Zeit ist, das Feld zu räumen, so er Wolfersdorfer Bürgermeister. „Ich könnte noch einmal kandidieren, weil man die Altersgrenze auf 67 Jahre erhöht hat“, stellt Mair klar. Am Wahltag wäre er 65. Mair ist zufrieden. Er habe eine Menge erreicht in seinen 24 Bürgermeister-Jahren.

    Als Beispiele nennt der Wolfersdorfer Bürgermeister Mair etwa den Ausbau des Kindergartens und die Erweiterung der Schule, die Modernisierung der Kläranlage und den Bau der Schulturnhalle sowie das eine oder andere Baugebiet. Wer die Nachfolge antritt, bleibe abzuwarten. Mair geht davon aus, dass sich jemand aus dem Gemeinderat zur Kandidatur entschließt.

    Bürgermeisterwahl 2020: Zolling

    Zwölf Jahre war er Stellvertreter, zuletzt zwölf Jahre 1. Bürgermeister von Zolling: Max Riegler (CSU). In einem Jahr ist Schluss, „dann bin ich aus dem Rennen“, sagt Riegler, der im Juni 66 Jahre alt wird. Er scheidet „altersbedingt“ aus, wie er sagt. 30 Jahre engagierte Arbeit für die Kommune an verantwortlicher Stelle seien aber auch genug. Auf die Frage, ob er schon einen Nachfolger „verfügt“ habe, schmunzelt der Bürgermeister: „Wenn das so einfach wäre...“. 

    Max Riegler scheidet „altersbedingt“ aus, wie er sagt. Im Juni wird Riegler 66 Jahre alt.

    Die Unabhängigen Bürger Zolling (UBZ) haben Helmut Priller als Bürgermeisterkandidaten auserkoren.   

    Die CSU hat derweil einen Kandidaten aufgestellt. Im Vorstand hat man sich bereits auf einen Kandidaten geeinigt. Im Vorstand war man sich einig, jetzt muss die Versammlung im Herbst den Wunschkandidaten noch offiziell nominieren: Markus Staudt, den Zollingern wohl bekannt als Vorsitzender des Musikvereins. Mit diesem Kandidaten finde auch eine deutliche Verjüngung statt: Staudt ist 44 Jahre alt und mit seiner Familie tief verwurzelt in der Gemeinde. Aber das allein reicht nicht aus für einen vielversprechenden Kandidaten.

    Auch bei der Überparteilichen Wählergemeinschaft (ÜWG) in Zolling ist der Kandidat für das Bürgermeisteramt schon klar: Georg Völkl, Vorsitzender der Gruppierung und aktuell Gemeinderat. Schwieriger gestalte sich laut Völkl allerdings die Suche nach Kandidaten für die Liste.

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