Kopfschütteln in Langenbach: Das "Unding" mit der Brücke

Langenbach - Es bleibt beim „Nein“: Die neue Brücke an der Kreisstraße FS 13 über die B 11 zwischen Oberhummel und Langenbach bekommt keinen Geh- und Radweg - zumindest nicht, wenn der Landkreis diesen zahlen soll. Der Gemeinde bleibt nur die Möglichkeit, die Kosten selbst zu tragen.

Im kommenden Jahr soll die Brücke der Kreisstraße FS 13 zwischen Langenbach und Oberhummel über die B 11 abgerissen und neu gebaut werden. Der Landkreis wird sich an der Maßnahme des Bundes kostenmäßig beteiligen, eine entsprechende Vereinbarung abschließen und Fördermittel beantragen - entsprechend eines Beschlusses des Kreisausschusses im Januar.

Der Antrag der Gemeinde Langenbach, die neue Brücke auf Kosten des Landkreises auch mit einem Geh- und Radweg zu versehen, scheiterte im März im Kreisausschuss. Begründung: Unweit der Kreisstraße FS 13 wurde 2009 eine spezielle Geh- und Radwegbrücke über die B 11 errichtet. Diese hat der Landkreis bezahlt - quasi als Ersatz für die damals nicht absehbare Möglichkeit einer Geh- und Radwegverbindung direkt an der FS 13. 370 000 Euro hat der Landkreis damals locker gemacht.

Gemeinde und Landkreis haben damals eine Vereinbarung geschlossen, in der der Landkreis „von allen künftigen Forderungen zum Bau eines weiteren Geh- und Radwegs an der FS 13 im Bereich der Brücke von der Gemeinde Langenbach freigestellt“ wurde. Die Ansprüche sind damit also abgegolten.

Zwar kann der von der Gemeinde Langenbach gewünschte Geh- und Radweg ohne Probleme in die Brückenplanung aufgenommen und an das ausführende Staatliche Bauamt weitergegeben werden, aber die Kosten von rund 200 000 Euro muss die Gemeinde zahlen.

An dieser Entscheidung wurde auch nicht gerüttelt, als der Kreisausschuss in seiner Sitzung am 10. September das Thema „kurz angesprochen“, nicht aber weiter behandelt hat, wie Bürgermeisterin Susanne Hoyer den Gemeinderäten in der Sitzung am Dienstag mitteilte. „Die einzige Möglichkeit, die uns bleibt, ist, dass wir die Kosten selber übernehmen“, fasste es die Rathauschefin zusammen, fügte jedoch an: „200 000 Euro können wir nicht tragen.“

Wenn sich die Gemeinde nicht noch umentscheidet, wird die Brücke im kommenden Jahr ohne Geh- und Radweg gebaut. „Ein Unding“, wie Hoyer findet.

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