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Kranzberg: Kirche bietet Areal für Flüchtlinge an

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Kranzberg - Für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft hat die Gemeinde Kranzberg den Behörden ein Grundstück am Weiher angeboten. Doch jetzt bringt die Kirche eine andere Fläche ins Spiel, die ganz neue Möglichkeiten birgt.

Es gibt nur noch wenige Gemeinden im Landkreis Freising, die keine Asylbewerber aufgenommen haben. Kranzberg gehört dazu. Doch das soll sich bald ändern, betont Hermann Hammerl. Der Bürgermeister favorisiert nun aber eine Alternative, die es bis vor Kurzem noch gar nicht gegeben hat.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde dem Landratsamt im vergangenen Sommer die Fläche zwischen den beiden Parkplätzen am Kranzberger See für den Bau der Flüchtlingsunterkunft angeboten. Doch bisher ist nichts passiert, weil das Landratsamt schlichtweg nicht die Kapazitäten hatte, auf das Areal in Eigenregie ein Gebäude hinzustellen. Jetzt liegt Hammerl eine neue Offerte vor. Wie er dem FT im Rahmen eines Gesprächs über die Projekte 2016 berichtete, hat die Kirche für die Unterbringung von Asylbewerbern eine ans Gewerbegebiet angrenzende Fläche angeboten: rund 8000 Quadratmeter, in der Größe vergleichbar mit dem Grundstück am See.

„Ich werde mich demnächst mit Vertretern des Staatlichen Bauamts und der Regierung von Oberbayern zusammensetzen“, sagte Hammerl. Der Bürgermeister will den Behörden die Alternative am Gewerbegebiet für die Flüchtlingsunterkunft schmackhaft machen. Nach seinen Vorstellungen könnte dort eine auf maximal zehn Jahre befristete Bebauung entstehen. „Dann hätten wir die Möglichkeit, am Kranzberger See sozialen Wohnungsbau zu forcieren – für Einheimische und für anerkannte Asylbewerber.“ Das Landratsamt stehe diesen Ideen aufgeschlossen gegenüber.

Neben der Asylbewerberunterkunft ist die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans für den Bürgermeister die größte Herausforderung in diesem Jahr. Der derzeit noch gültige Plan wurde zwischen 1993 und 1997 konzeptioniert. Da die Laufzeit dafür 20 Jahre beträgt, muss 2017 ein neuer her. „Anfang März geht der Gemeinderat in Klausur“, verriet Hammerl. Dort sollen sich die Bürgervertreter auf eine gemeinsame Grundausrichtung verständigen. „Ich gehe davon aus, dass wir ein moderates Wachstum anstreben.“

Da die Gemeinde gerade erst ihre letzten beiden Flächen im Thalhausener Baugebiet Ziegelbreite verkauft hat, dreht sich alles darum, neue Grundstücke zu erwerben. „Wir haben auf der Suche nach neuem Bauland einige Areale bewerten lassen“, sagte Hammerl.

Die Ergebnisse der vom Gemeinderat in Auftrag gegebenen Ist-Analyse sollen bald vorliegen und unter anderem auch über die Leerstände in den Gemeindeteilen Aufschluss geben. „Unser Problem ist, dass sich diese Gebäude alle in Privatbesitz befinden“, betonte der Bürgermeister. Die Gemeinde habe da nur geringe Einflussmöglichkeiten. „Wir können mit den Leuten reden, mehr aber auch nicht."

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