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Voller Anmut trug Jessica Bay den Zuhörern das Stück „Ballade pour Adeline“ am Klavier vor.

„Junges Podium“ in Kranzberg  

Nachwuchs der Musikschule Ampertal zeigt sein Können

Kranzberg - Hoch oben auf dem Pantaleonsberg erklangen am vergangenen Freitag wunderbare Töne. Der Grund dafür war das Konzert „Junges Podium“ der Musikschule Ampertal, bei dem Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren ausgewählte Stücke vorspielten – mit großem Erfolg.

Als sich Jessica Bay ans Klavier setzt, sind alle 60 Augenpaare auf sie gerichtet. Fast anmutig und mit gerader Körperhaltung sitzt sie auf dem Hocker und beginnt zu spielen. Die „Ballade pour Adeline“ hat sie sich für das Konzert ausgesucht. Einige Passagen des Stücks sind sanft und leise, bei anderen bewegt sie ihre Finger blitzschnell über die Tasten.

Genauso wie Jessica begeisterten alle 17 jungen Musiker die Zuhörer auf dem Pantaleonsberg mit ihren einstudierten Werken. Für manche war der Konzertabend sogar eine Art Generalprobe: „Wir haben vier Musiker, die bei ,Jugend musiziert‘ teilnehmen. Heute spielen sie uns ihre Wettbewerbsstücke vor“, betonte Karin Büscher, die stellvertretende Leiterin der Musikschule Ampertal. Bei den vier Jugendlichen handelte es sich um Anna Schwarz, Elisabeth Moosheimer und Franziska Wagner (Klavier) sowie Saskia Leutschaft (Harfe), die anspruchsvolle Stücke präsentierten.

Mucksmäuschenstill war es im Publikum, als Max Ruhland auf seiner Gitarre das Stück „Wie Sonne und Mond“ spielte.

Doch auch den anderen jungen Musikern galt tosender Applaus. Da war beispielsweise Sarah Fenzl, die mit gerade einmal zehn Jahren dem Publikum souverän und ohne jede Aufregung drei Stücke auf dem Klavier vorspielte. Max Ruhland hatte sich für das Konzert das Gitarren-Werk „Wie Sonne und Mond“ ausgesucht. Während das Lied erklang, herrschte im Saal bedächtige Stille. Genauso war es bei Tim Deger, der auf seiner Violine eine „Sonatine in G-Dur“ intonierte.

Kräftigen Applaus spendete das Auditorium jedem einzelnen Musiker – denn das Niveau konnte sich wahrlich hören lassen.

„Die jungen Leute spielen Stücke aus dem Unterricht“, erklärte Büscher. Und weiter: „Es gehört auch zu den Aufgaben der Musikschule, dafür zu sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen auftreten können.“ Man lerne ja schließlich kein Instrument, um dann nur zu Hause zu spielen, wo es niemand hört. Büscher bezeichnete den Abend nicht als kleines, aber feines, sondern als großes und feines Konzert, da 17 Musiker und fünf verschiedene Instrumente wirklich abendfüllend waren. Bei den fünf Instrumenten handelte es sich um Klavier, das die meisten als „ihr“ Instrument gewählt hatten, Gitarre, Violine, Saxophon und Harfe. Einige spielten mit Noten, andere auswendig. Doch eines hatten alle Musiker gemeinsam: Trotz ihres zarten Alters waren sämtliche Stücke von hoher Qualität.

Victoria Stettner

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