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Die Vermessungsarbeiten haben am Freitag stattgefunden. Der dritte, rund 6000 Quadratmeter große Abschnitt des Kranzberger Gewerbegebiets umfasst fünf Parzellen, drei davon sind bereits vergeben.

Begehrtes Gewerbegebiet

14 Bewerber für zwei Parzellen

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Das Kranzberger Rathaus hat die letzte bürokratische Hürde auf dem Weg zum Gewerbepark III genommen. Alles weitere soll jetzt schnell gehen. Denn schon in diesem November will die erste Firma die Bagger anrollen lassen.

Kranzberg – Die Firmen stehen bei Kranzbergs Bürgermeister Hermann Hammerl längst Schlange. Fünf Parzellen umfasst der dritte, 6000 Quadratmeter umfassende Abschnitt des Gewerbegebiets. Drei Areale sind bereits reserviert, die beiden anderen heiß begehrt, wie der Rathauschef berichtet. 14 Bewerber hätten sich dafür gemeldet.

Die Entscheidung naht. Denn in seiner jüngsten Sitzung hat der Kranzberger Gemeinderat den Bebauungsplan verabschiedet, nachdem zuvor die letzte Hürde genommen worden war: das Lärmschutzgutachten. Die Experten-Stellungnahme war notwendig, weil auf den neuen Gewerbeflächen auch Unterkünfte für Mitarbeiter errichtet werden sollen. Wohnen aber ist planungsrechtlich in einem Gewerbegebiet nicht erlaubt, erklärte Hammerl. So musste ein Sondergebiet ausgewiesen werden. „Und dafür hat das Landratsamt das Gutachten angefordert.“

Quintessenz: Die Immissionsrichtwerte, die für Gewerbegebiete festgelegt sind, gelten auch für das Sondergebiet. Das heißt: Tagsüber ist Lärm bis zu 65 db/A zulässig (in allgemeinen Wohngebieten 55 dB/A), nachts bis zu 50 db/A (40 dB/A). „Im Gewerbegebiet müssen Anwohner einen gewissen Lärm aushalten“, bilanzierte Hammerl in der Sitzung. Ergo müssten sich nicht die Betriebe einschränken. Vielmehr gelte es, die Unterkünfte mit entsprechend geeigneten Maßnahmen so zu bauen, dass der Lärm draußen bleibe.

War bei der Erstellung des Bebauungsplans ein langer Atem gefragt, geht es nun darum, aufs Tempo zu drücken. Denn wie Hammerl berichtet, will mit Rolladen Zierer eine der drei Firma, die eine Parzelle reserviert haben, noch im November mit dem Bau beginnen. Das bestätigte Geschäftsführer Wolfgang Zierer. Für den Rathauschef, der die Planung des bereits in Kranzberg angesiedelten Unternehmens möglich machen möchte, bedeutet das ein „sportliches Programm“, wie er selbst sagt. Schließlich stehen die Notartermine noch an. Immerhin: Am Freitag waren die Vermesser für die Parzellierung im Gewerbegebiet.

Wie Zierer möchte auch die die MFG Service Kennzeichnungstechnik GmbH ins Kranzberger Gewerbegebiet ziehen. Die Firma befindet sich derzeit noch in Sünzhausen. Bei dem dritten Unternehmen, das sich eine Parzelle gesichert hat, handelt es sich um Brunnenbau Conrad. Die GmbH mit Stammsitz in Thüringen, die unter anderem auf die Trockenlegung von Baugruben spezialisiert ist, soll nach Angaben des Bürgermeisters auch bei der Realisierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München mitwirken. Ihre Mitarbeiter will die Firma, die bereits eine Niederlassung in Kranzberg hat, in dem Sondergebiet unterbringen. Die Entscheidung über die beiden verbliebenen Parzellen sollen laut Bürgermeister demnächst in nichtöffentlicher Sitzung fallen. 

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