Anwohner fürchten einen möglichen Brand

Ärger um geplantes Reifenlager

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Ein Reifenlager in der ehemaligen Pilz-Halle? Das scheint manchen Kranzbergern keine ganz runde Sache zu sein. Auch manch ein Gemeinderat hat Bedenken.

Kranzberg – Da, wo vor vielen Jahren noch CD’s produziert wurden, da werden künftig Reifen gelagert. Viele Reifen. Sehr viele. Um die 20 000. Einen entsprechenden Antrag der 4 Wheels –Räderhotel auf Nutzungsänderung der ehemaligen Pilz-Werkhalle an der Flurstraße in Kranzberg in ein Regallager für Pkw-Reifen hat der Kranzberger Gemeinderat mit 15:2 Stimmen genehmigt.

Doch manch ein Anwohner und die Nachbarschaft haben große Bedenken. Bedenken hatten auch die Gemeinderäte – und zwar dahingehend, dass bei einem Brand der Reifen gefährliche Stoffe austreten könnten, die eine Evakuierung der Nachbarschaft zur Folge hätten. Ein Nachbar (Name der Redaktion bekannt) hat dieselben Ängste, spricht, wenn über 20 000 Reifen in Brand geraten, von einer „Katastrophe“. Doch die Verwaltung und Bürgermeister Hermann Hammerl betonten in der Gemeinderatssitzung, der Besitzer müsse eine Brandmeldeanlage nachweisen, eine Sprinkleranlage sei bereits in der Halle montiert.

Außerdem müsse beim Landratsamt ein Brandschutzkonzept vorgelegt werden. Es habe in dieser Sache bereits Gespräche mit der Behörde und der Kreisbrandinspektion gegeben, die Auflagen seien klar und würden auch durch das Landratsamt überprüft. Der besorgte Anwohner sieht das etwas anders: Auch er habe sich bereits, als er davon erfahren habe, mit der Kreisbehörde in Verbindung gesetzt, dort liege allerdings noch nichts vor, man wisse von diesem Vorgang nichts.

Die Wirkung der Sprinkleranlage wird ebenfalls bezweifelt: Die Reifen seien vier Meter hoch gestapelt, wenn es da unten brenne, käme das Wasser der Sprinkleranlage doch gar nicht zum Brandherd. Zudem müsste die gesamte große Halle in kleinere Boxen unterteilt werden, damit ein mögliches Feuer nicht zu schnell auf alle Reifen übergreife. Kurz: Er mache sich „große Sorgen“.

Andere Sorgen machten sich auch die Gemeinderäte: Die Frage der Verkehrsbelastung wurde so beantwortet, dass die Reifen nicht mit großen Lkw, sondern mit Kleinlastern an- und abgeliefert werden. Bestätigt wurde den Gemeinderäten auch, dass das Wasser aus der Reifenwaschanlage gereinigt werde, bevor es in den Kanal und in die Kranzberger Kläranlage geleitet wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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