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Super Sache: Den Mädchen und Buben an der Grundschule in Kranzberg stehen ab sofort Whiteboards zur Verfügung. Viertklässler Janis (10, Mitte) hat zusammen mit Mitschülern, Schulleiterin Heike Hartmann (l.) und Bürgermeister Hermann Hammerl (r.) die Probe aufs Exempel gemacht. 

Whiteboards für 100 000 Euro in Betrieb genommen

Die alte Tafel hat in Kranzberg ausgedient

Das digitale Zeitalter hat Einzug gehalten an der Grundschule in Kranzberg. Die Gemeinde hat für alle acht Klassen Whiteboards im Gesamtwert von 100 000 Euro angeschafft. Sehr zur Freude von Schulleiterin Heike Hartmann: Sie hat einige Internet-fähige Systeme ausprobiert und sich schließlich für eine Variante entschieden. Und die ist weiterhin auch als normale Tafel nutzbar.

Kranzberg – 135-Zoll-Diagonale, das ist etwa genau so groß wie eine herkömmliche, aufklappbare Tafel. Mit herkömmlichen „Touchscreen-Bildschirmen“ ist das nicht zu vergleichen, wie Peter Grün und Toni von Hoof von der Ausstatterfirma Compmuc.de-GmbH unisono feststellten, als sie die neuen Whiteboards an der Grundschule gestern vorstellten.

„Das große Format“ bietet laut Schulleiterin Heike Hartmann viele Vorteile. Es ist nämlich nicht Internet-fähig, sondern es gibt eine ganze Reihe von didaktischen Programmen, deren sich die Lehrer im Unterricht bedienen könnten. Unbedingt leichter werde der Unterricht für die Lehrkräfte mit den Whiteboards ihrer Ansicht aber nicht. Sie müssten sich schließlich genau so umstellen wie die Schüler.

Letztere machten bei der über ein Jahr dauernden Testphase, bei der allerlei Systeme ausprobiert worden sind, zwar große Augen, die Reaktionen sind Hartmann zufolge aber durchaus unterschiedlich ausgefallen. Während die einen sehr offen damit umgegangen seien, wäre es anderen „zu viel Technik“ gewesen. Da trifft es sich gut, dass die Whiteboards an der Grundschule in Kranzberg ausgeschaltet als ganz normale Tafel genutzt werden können. „Wenn auch mit speziellen Holzstabstiften“, wie Hartmann erklärte. Van Hoof ergänzte: „Wenn einmal der Strom ausfällt, ist das kein Problem.“ Apropos, nach Auskunft von van Hoof handelt es sich bei den Whiteboards um keinen Bildschirm und auch um keinen Touch-screen im herkömmlichen Sinne. Auch wenn das Board mittels Antippen mit dem Finger zu bedienen sei.

Für Bürgermeister Hermann Hammerl steht indes fest, dass dem Unterricht mit modernen Mitteln, wie den jetzt angeschafften Whiteboards, die Zukunft gehört. An neu gebauten Schulen sei das bereits Standard, wie der Rathauschef bei der offiziellen Vorstellung der Whiteboards verriet. Unter den bestehenden Schulen zähle Kranzberg mit zu den Vorreitern.

Hartmann betonte indes, dass der Vorschlag, die Whiteboards anzuschaffen, nicht von ihr gekommen sei. „Das hat die Gemeinde initiiert“, lobte die Schulleiterin. Laut Amtsleiter Klaus Burgstaller geht die Anschaffung der modernen Tafeln auf einen Vorschlag von SPD-Gemeinderat Anton Hierhager zurück.

Die Kinder machten jedenfalls schon mal große Augen beim Anblick der neuen Hightech-Tafeln. Und die Lehrer bekamen eine Einführungsstunde.

Alexander Fischer

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