Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Ein geplantes Neubauprojekt ist bei Kranzbergs Gemeinderäten umstritten.
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Ein geplantes Neubauprojekt ist bei Kranzbergs Gemeinderäten umstritten.

Bauvorhaben

Arbeiterunterkünfte bereiten Kranzberger Gemeinderäten Bauchweh

  • vonNico Bauer
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Der Bau von Arbeiterunterkünften an der Ringstraße in Kranzberg ist dem Gemeinderat zu massiv. Nun wurde das Vorhaben im Gremium diskutiert.

Kranzberg – Der Bau eines Mehrparteienhauses an der Ringstraße in Kranzberg bereitet dem Gemeinderat ziemliche Bauchschmerzen. Rechtlich kann das Gremium der Planung einer Arbeiterunterkunft für 20 Personen nur über die erforderlichen Stellplätze einen Strich durch die Rechnung machen. Vorerst wurde ein Beschluss bis Ende April vertagt, damit Bürgermeister Hermann Hammerl noch einmal das Gespräch mit dem Bauwerber suchen kann.

Doch wo liegt das Problem? Der Bauantrag sieht vor, dass zehn Doppelzimmer für Arbeiter errichtet werden sollen. Nach den Vorgaben der gemeindlichen Stellplatzsatzung müssen sechs Parkplätze nachgewiesen werden. Den Gemeinderäten ist der Bau zu massiv und dazu hat man die Sorge, dass bei der Aufnahme des Betriebs immer einige Fahrzeuge auf der Straße abgestellt werden. „In dem Bereich ist das nicht passend“, sagte etwa Monika Mühl. Und Anton Hierhager hatte obendrein die Befürchtung, dass mit der Unterkunft später noch eine Café- oder eine Gastronomieeinheit dazukommen könnte.

Einziger Hebel für die Gemeinde: die Stellplatzsatzung

Die logische Folge für ihn wären Proteste aus der Nachbarschaft. Das Problem der Kranzberger ist das in der Ringstraße ausgewiesene Dorfgebiet, in dem eine solche Arbeiterunterkunft grundsätzlich zulässig ist. Bei einem reinen Wohngebiet hätte der Plan aber grundsätzlich keine Genehmigungsoption.

Laut Auskunft des Landratsamts Freising kann die Gemeinde nur über die Stellplätze etwas erreichen. Deshalb gibt es im Gemeinderat auch mehrere Stimmen für eine zeitnahe Änderung der Stellplatzsatzung. Bezogen auf den Bauantrag in der Ringstraße hofft der Gemeinderat nun auf das Gespräch zwischen Verwaltung und Bauherrn mit dem Ziel einer Verkleinerung des Projekts. Mit den Ergebnissen des Gesprächs wird Ende des Monats im Gemeinderatsgremium noch einmal darüber diskutiert. Eine Entscheidung steht also noch aus.

Lesen Sie auch: Was lange währt, wird anscheinend endlich gut: Nach jahrelangem Hin und Her hat sich nun offensichtlich ein Betreiber für das Kino in den Freisinger Schlüterhallen gefunden.

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