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Zeigen, was sie architektonisch zu bieten haben (v. l.) Bürgermeister Hermann Hammerl, Kreisbaumeisterin Antonia Seubert, Architekt Johannes und Kerstin Dantele und Bauherr Martin Schäffler.

Ausstellungseröffnung

Gut gebaut, Kranzberg

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Kranzberg - Gewerbebau oder Einfamilienhaus – in Kranzberg hat man in allen Kategorien Vorzeigeobjekte. Und weil man mit Preisträgern nicht hinterm Berg halten muss, wurde jetzt in Kranzberg eine Wanderausstellung eröffnet, die auf die besonders gelungenen Bauten in der Ampertalgemeinde hinweisen.

In Kranzberg wird offenbar besonders gut gebaut, hat man ein besonderes Auge für Architektur. Denn immerhin zwei Preisträger des landkreisweiten Wettbewerbs „Gute Baugestaltung“ kommen aus der Ampertalgemeinde. Grund genug also, die Wanderausstellung „Gute Baugestaltung“ für einige Tage (bis zum 30. Juni) in das Foyer des Kranzberger Rathauses zu holen und so vielleicht anderen Bauherren wertvolle und beispielhafte Anregungen zu geben, wie gelungene Architektur aussehen kann. Der Erweiterungsbau der Firma Esri und das Wohnhaus von Martin Schäffler haben ihn den Kategorien Gewerbebau beziehungsweise Einfamilienhaus im Januar 2016 die ersten Preise abgeräumt, sind von der Fachjury für ihre gelungene Bauweise, für ihre Formensprache, aber auch für die gute handwerkliche Verarbeitung ausgezeichnet worden. Und das war, so betonte Kreisbaumeisterin Antonia Seubert am Montag bei der Ausstellungseröffnung im Kranzberger Rathaus, bei über 50 Teilnehmern schon eine Leistung.

Auf Plakatständern können die Besucher des Rathauses nun also sehen, was so beispielhaft und besonders an den beiden Objekten ist. Der Esri-Bau beispielsweise vervollständige den „Firmen-Campus“, füge sich trotz seines großen Volumens sehr gut in die umgebende Bebauung ein, sei „sehr gut überlegt“ und auch hochwertig ausgeführt, lobte Seubert. Im Jurytext werden die klare Architektursprache, die Materialität und die handwerkliche Ausführung gelobt. Das Wohnhaus von Martin Schäffler sei beispielhaft für „angemessenes Bauen auf dem Land“, heißt es im Text der Fachleute zu dem anderen Siegerobjekt aus Kranzberg. Architekt Johannes Dantele sagte am Montag, das Gebäude sei eben „kein Ufo“, sondern berücksichtige den örtlichen Kontext und orientiere sich an der ursprünglichen Gestaltung von Höfen, wie sie „die Vorfahren“ gebaut hätten. Mit zwei Siegern sei die „Dichte“ der Preisträger in Kranzberg so hoch wie sonst nur in der Stadt Freising, sagte Antonia Seubert. Neben den Kategorien Gewerbebau und Einfamilienhaus waren Ende 2015 auch Preise für Hausgruppen und öffentliche Bauten vergeben worden, außerdem hatte es drei Sonderpreise gegeben. Und auch in diesen Kategorien waren Kranzberger Projekte erfolgreich: Zwei Gebäude aus der Ampertalgemeinde waren nämlich zudem in die engere Auswahl gekommen, freute sich Bürgermeister Hermann Hammerl.

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