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Ein Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen.

DSL-Ausbau: Kranzberg setzt auf den Masterplan

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Kranzberg - Frühzeitig Leerrohre verlegen, um sich beim Breitbandausbau Tiefbauarbeiten und damit auch Kosten zu sparen: Das ist der Ziel der Gemeinde Kranzberg. Doch der dafür benötigte Masterplan kostet eine Stange Geld.

Die Internettechnik schreitet so schnell voran, dass die Gemeinden mit dem Ausbau kaum noch nachkommen. Klaus Burgstaller, Geschäftsleiter im Kranzberger Rathaus, gehört zu denen, deren Anschluss vor fünf Jahren auf 16 Mbit pro Sekunde hochgerüstet worden war – damals spitze. Und heute? „Ich habe Anfang des Jahres zwei Tage Home Office gemacht, um den Haushalt für dieses Jahr vorzubereiten“, berichtet Burgstaller. Das dazugehörige Programm verfügt über eine so große Datenmenge, dass es Minuten dauerte, ehe sich die Software aufgebaut hatte. „In der Zwischenzeit bin ich ein Stockwerk runtergegangen, habe mir Kaffee gemacht, einen Schluck getrunken und dann geschaut, was das Haushaltsprogramm macht.“

Quintessenz der Anekdote: Was heute noch als modern gilt, ist morgen schon veraltet. In der Gemeinde Kranzberg wird in den kommenden zwölf Monaten der Breitbandausbau für eine Mindestversorgung von 30 Mbit/s für jeden Haushalt, von 100 Mbit/s im Gewerbepark umgesetzt – Tendenz steigend. „Kupfer ist ausgereizt“, betont Burgstaller. „Die Zukunft gehört dem Glasfaserkabel.“

Um sich heute schon fit zu machen für die Datenstrom-Herausforderungen der Zukunft, fördert der Freistaat derzeit zu 100 Prozent sogenannte Masterpläne. Ziel dieses Konzepts ist es, den künftigen Leerrohrbedarf parzellengenau zu ermitteln – auch für Baugebiete, die vielleicht erst in den kommenden Jahren realisiert werden. So ist es möglich, bei Tiefbauarbeiten – Straßen-, Kanal- oder Wasserleitungsbau – die entsprechenden Leerrohre für Glasfaser zu berücksichtigen.

In diesem „Schubladenplan“, wie er ihn nennt, sieht Kranzbergs Geschäftsleiter eine große Chance: „Man kann sich einfach mit anderen Bauherren abstimmen und sagen: Wenn ihr was macht, sagt Bescheid! Dann verlegen wir die Leerrohre. Das schafft Synergieeffekte.“ Zudem habe die Gemeinde die Chance, diese Infrastruktur an Netzbetreiber zu verkaufen oder zu verpachten. „Und das geht für die Kommunen dann kostenmäßig sehr in Ordnung.“ Der Gemeinderat folgte seiner Einschätzung und stimmte der Erstellung eines Masterplans geschlossen zu.

Burgstaller schätzt die Kosten für das Konzept auf rund 20 000 Euro. Denn das Büro, das den Auftrag erhalte, müsse viel vor Ort sein, Luftbilder einholen, Messungen durchführen. „Die dürfen schon gut arbeiten“, sagt er. Bevor die Gemeinde ein Unternehmen mit den Arbeiten beauftragen kann, muss jedoch der Förderantrag gestellt werden. „Ich hoffe, dass wir das bis zum Jahresende abwickeln können“, betont der Geschäftsleiter. „Denn es wäre schade, wenn demnächst größere Maßnahmen anstehen, und wir noch keinen Plan in der Schublade haben."

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