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Viele Kranzberger ließen sich den Gottesdienst unter freiem Himmel nicht entgehen. 

Besonderer Festgottesdienst

Erhebende Stunde auf dem Pantaleonsberg

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Herrliches Wetter, jede Menge Besucher: Der Gottesdienst am Sonntag in Kranzberg war ein ganz besonderer – aus zweierlei Gründen.

Kranzberg – Zum einen feierte man das Patrozinium des Patrons von Kranzberg, des Heiligen Pantaleon, zum anderen beging man ein kleines Jubiläum: Vor genau zehn Jahren war die Pantaleonskapelle hoch über den Dächern von Kranzberg wieder aufgebaut und von Weihbischof Bernhard Haßlberger eingeweiht worden. Zum Festgottesdienst mit Pfarrer Anton Erber intonierten am Sonntag die Ampertaler Bläser und der Kranzberger Kirchenchor die Messe „Lauda Sion“ von Max Eham. Eine erhebende Stunde auf dem Pantaleonsberg.

Pfarrer Anton Erber hielt die Predigt zum Jubiläum.

In Kranzberg war seit dem frühen Mittelalter (urkundlich belegt 1329) die Kapelle des Schlosses Kranzberg auf dem Pantaleonsberg dem heiligen Pantaleon geweiht. Der heilige Pantaleon sei deshalb sozusagen der Schutzpatron des Ortes Kranzberg, erinnerte Erber. Diese Kapelle wurde allerdings 1807 abgerissen, nachdem sich die Kranzberger vier Jahre lang nach der Säkularisation dagegen gewehrt hatten, ihre Kapelle dem Erdboden gleichzumachen. Doch am Ende blieb ihnen nichts anderes übrig.

Exakt 200 Jahre später war sie wieder da, die Pantaleonskapelle. Und zum zehnten Geburtstag des neuen kleinen Gotteshauses bot nicht nur ein Gottesdienst den würdigen Rahmen, sondern traf man sich danach noch in den Räumlichkeiten auf dem Pantaleonsberg, um bei Kaffee und Kuchen den Sonntag zu genießen. Zudem war auf Schautafeln die Geschichte des Berges und seiner Gemäuer für historisch Interessierte nachgezeichnet.

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