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Ehrung für ein treues Mitglied: Simon Kohlmeier (3.v.r.) ist seit 40 Jahren Mitglied und da reihten sich die Gratulanten (v.l.) Kassier Toni, Schriftführer Sebastian Vierthaler, Vorsitzender Sebastian Brunner, Bürgermeister Hermann Hammerl und Herbert Fendl gerne ein. 

Kriegerjahrtag in Kranzberg

„Es gibt keinen gerechten Krieg“

Mahnende Worte gab es beim Kriegerjahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Kranzberg. Der Vorsitzende Sebastian Brunner forderte beim Gedenken am Kriegerdenkmal, innezuhalten und nachzudenken über die Sinnlosigkeit des Krieges. Es gebe keinen gerechten Krieg, so Brunner, Terror, Krieg und Vertreibung seien auch heute allgegenwärtig. Er forderte Unterstützung für die Bundeswehrsoldaten, die in der Welt für friedenssichernde Maßnahmen eingesetzt seien. Leider mussten bei Auslandseinsätzen bereits einhundert ihr Leben lassen.

Kranzberg -  Mahnende Worte gab es beim Kriegerjahrtag des Krieger- und Soldatenvereins Kranzberg. Der Vorsitzende Sebastian Brunner forderte beim Gedenken am Kriegerdenkmal, innezuhalten und nachzudenken über die Sinnlosigkeit des Krieges. Es gebe keinen gerechten Krieg, so Brunner, Terror, Krieg und Vertreibung seien auch heute allgegenwärtig. Er forderte Unterstützung für die Bundeswehrsoldaten, die in der Welt für friedenssichernde Maßnahmen eingesetzt seien. Leider mussten bei Auslandseinsätzen bereits einhundert ihr Leben lassen.

Der Vorsitzende legte am Mahnmal einen Kranz nieder. Beim Metzgerwirt war die Gaststube brechend voll, als die Jahreshauptversammlung begann. Brunner freute sich über die Anwesenheit der Ortsvereine, wobei vor allem die Landjugend recht stark vertreten war. 108 Mitglieder zählt der Krieger- und Soldatenverein, darunter vier Frauen. „Das dürfen ruhig mehr werden“, so Brunner.

Der Verein steht finanziell durchaus auf gesunden Beinen, wie vom Kassier zu vernehmen war. Nach dem ausführlichen Bericht von Sebastian Vierthaler über die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtet Leonhard Kalhofer vom Reservistenschießen. Hier belegten die Kranzberger einen guten siebten Platz unter 25 Teilnehmern. Immer problematischer wird die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge. Sebastian Brunner kündigte hier eine Offensive des Vereins an. Man werde eventuell mit Hauswurfsendungen den Bürgern mehr Informationen über die Sammlung zukommen lassen. Die wenigsten würden noch über den Sinn und Zweck der Sammlung Bescheid wissen. Der Vorsitzende danke der Gemeinde Kranzberg für die gewährte Unterstützung, unter anderem für die Erneuerung der Schrift auf dem Kriegerdenkmal.

Gemeindechef Hermann Hammerl gab den Dank an den Verein zurück. Der Krieger- und Soldatenverein sei „eine massive Säule“ im Gemeindeleben, was wiederum nur mit einem intakten Vereinsvorstand möglich sei. Gewissermaßen Tradition haben beim Kriegerverein Kranzberg die Fahrten nach Südtirol zu den Schauplätzen des Ersten Weltkrieges. Im vergangenen Jahr führte die Reise auf die Marmolata und Bernd Kafka referierte bei der Jahreshauptversammlung über die Reise und den Ersten Weltkrieg. Die Botschaft des Referenten: Die Entstehung des Ersten Weltkrieges hätte man verhindern können, wenn man „die Lunte ausgetreten hätte“. Aber es seien andere Interessen im Spiel gewesen, weswegen Millionen Opfer, Jung und Alt, zu beklagen gewesen seien. In den Bergen seien die Soldaten nicht nur gestorben, „die sind verreckt“, merkte Kafka verbittert an.

Und noch etwas gab Kafka zu bedenken. Die am Krieg beteiligten Nationen seien weitgehend gottesfürchtige Menschen gewesen – und hätten alle ihre Waffen segnen lassen. Kafka: „Was würde der liebe Gott wohl zu den Kriegen sagen?“

Heinz Mettig

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