Flughafen München
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Die Gemeinde Kranzberg Kranzberg ist im Kampf gegen die dritte Startbahn am Flughafen München schon immer ganz vorne mit dabei. Die Freien Wähler führen diese Tradition nun fort.

Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat

3. Startbahn: Kranzbergs Freie Wähler wollen das Ende besiegeln

  • vonNico Bauer
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Kranzberg ist im Kampf gegen die dritte Startbahn schon immer ganz vorne mit dabei. Die Freien Wähler führen diese Tradition nun fort.

Kranzberg – Die Freien Wähler Kranzberg haben jetzt den Antrag gestellt, das endgültige Aus der dritten Startbahn zu besiegeln. Nach dem einstimmigen Beschluss im Gemeinderat wird die Kommune nun bei der Bayerischen Staatsregierung einen Vorstoß machen, damit die dritte Start- und Landebahn aus dem Landesentwicklungsplan (LEP) herausgenommen wird.

„Seit Jahren ist absehbar, dass die für 2020 prognostizierten knapp 480 000 am Flughafen München nicht erreicht werden“, schreiben die Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft in ihrem Antrag. „Lediglich 160 000 reale Flugbewegungen stehen dem gegenüber.“ Die Corona-Pandemie habe die Entwicklung sicher verschärft.

„Prognostiziertes Wachstum ist ausgeblieben“

Dennoch weist die Gruppierung in ihrem Vorstoß im Gemeinderat darauf hin, dass das prognostizierte Wachstum des Airports ausgeblieben sei und Experten frühestens 2025 eine Stabilisierung des Luftverkehrs erwarten. Die Fraktion schreibt in dem Antrag weiter, dass ein zu erwartender Rückgang der Flugzahlen immer deutlicher werde: „Insbesondere der Geschäftsverkehr wird aufgrund der positiven Erfahrungen mit Telefon- und Videokonferenzen während der Pandemie nie mehr das Vorkrisenniveau erreichen. Die Lufthansa hat bereits reagiert und legt deutschlandweit 150 Flugzeuge (in etwa 20 Prozent der Flugzeugflotte) dauerhaft still.“

Vorranggebiet nördlich der St 2084 aus dem LEP streichen

Genau deshalb sei es nun an der Zeit, dass auch die bayerische Staatsregierung konkrete Maßnahmen beschließt. Im Kapitel 4.5.1 sollen nach dem Antrag der Gemeinde Kranzberg die Bemerkungen gestrichen werden, dass eine dritte Start- und Landebahn errichtet werden muss, um den Standort Bayern zu sichern und den Bedarf decken zu können. Auch das Vorranggebiet für die dritte Startbahn nördlich der Staatsstraße 2084 solle bei der nächsten Änderung aus dem Landesentwicklungsplan herausgenommen werden.

Ohne Diskussionen wurde der Antrag im Gemeinderat dann auch einstimmig beschlossen. Bürgermeister Hermann Hammerl wird die Forderungen der Ampertal-Gemeinde nun dem Freistaat Bayern übermitteln.

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