Qualitativ hochwertig und aus der Region: Das Essen für die Kinder in den Kranzberger Betreuungseinrichtungen. BeispielFoto: DPA
+
Qualitativ hochwertig und aus der Region: Das Essen für die Kinder in den Kranzberger Betreuungseinrichtungen. BeispielFoto: DPA

Die Qualität sei wichtiger als der Preis

Kranzberg beschließt: Verpflegung für Kinder weiterhin aus der Region

  • vonNico Bauer
    schließen

Bei der Kinderverpflegung in den Kranzberger Betreuungseinrichtungen ist die Qualität wichtiger als der Preis. Deshalb bekommen die Kleinen in den Kranzberger Einrichtungen weiterhin Essen aus der Region.

Kranzberg - Bisher kocht Klaus Thermer, der Wirt des Freisinger Lindenkellers, im Kranzberger Kinderhaus. Nun musste die Gemeinde den Auftrag erneuern und bestätigte den einheimischen Koch gegenüber einem Anbieter aus München. Dabei zeigte sich große Zufriedenheit der bisherigen Versorgung und die Zuversicht, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit die beste Lösung für die Kinder aus der Gemeinde ist.

Der zweite Anbieter legte ein Konzept vor, nach dem das Essen für die Kinder in München zubereitet und dann gefroren geliefert werde. Dazu kommt dann beispielsweise auch ungeschältes Obst, weshalb die Gemeinde weiter vor Ort Hilfskräfte benötige. Wahrscheinlich müsse man mehr Hilfskräfte einstellen, weil die Essen in Kranzberg nach der Lieferung warm gemacht werden müssten.

Münchner Essen für Kranzbergs Kinder wäre günstiger - aber tiefgefroren

Der Vorteil des Münchner Anbieters wäre der Preis, denn über das Jahr verteilt müsste die Gemeinde rund 10.000 Euro weniger bezahlen. Das würden dann auch die Familien mit kleinen Beträgen spüren. Der Gemeinderat machte aber deutlich, dass bei einem qualitativ hochwertigen und gesunden Mittagessen für die Kinder das Geld nicht die größte Rolle spiele. „Hier können wir etwas für Regionalität machen“, sagte Roland Haslbeck.

Gemeinderat Braun findet, Angebote seien nicht vergleichbar

Er machte deutlich, dass mit der Zubereitung vor Ort im Kinderhaus auch ein weiterer Lastwagentransport durch Kranzberg vermieden werden könne. Im Gemeinderat kam auch die Frage auf, was an Tagen passiere, wenn die Essenslieferung von München auf der Autobahn im Stau stehe. Franz Braun sagte mit Blick auf die beiden Angebote, „dass man hier Äpfel mit Birnen vergleicht“.

Die Frische-Zubereitung vor Ort sei ein Stück Lebensqualität: „Andere würden sich da die Finger abschlecken.“ In der Summe der Punkte war sich das Gremium dann einig, dass die Küche vor Ort nachhaltiger, flexibler und zuverlässiger sein dürfte als ein Lieferant aus München. Deshalb wird die Zusammenarbeit mit Klaus Thermer nun verlängert. Diese umfasst rund 24 000 Essen pro Jahr, die von den Eltern über die Kitafino-App bezahlt werden.

Lesen Sie auch: Blitzmarathon: An diesen Stellen wird gemessen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare