Spannende Geschichten zu den neuen Ausstellungsstücken im Bronzezeit Bayern Museum kann Fördervereinsvorsitzender Alfons Berger erzählen.
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Spannende Geschichten zu den neuen Ausstellungsstücken im Bronzezeit Bayern Museum kann Fördervereinsvorsitzender Alfons Berger erzählen.

Ausstellung wurde aktualisiert

Auf die Besucher wartet viel Neues: Bronzezeit Bayern Museum in Kranzberg ab sofort wieder geöffnet

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Das Bronzezeit Bayern Museum in Kranzberg hat wieder geöffnet. Auf die Besucher warten zahlreiche Neuerungen.

Kranzberg – Seit November hatte das Bronzezeit Bayern Museum seine Pforten geschlossen. Jetzt hat Alfons Berger, der Vorsitzende des Fördervereins, die Türen wieder aufschließen dürfen. Ab sofort ist das Museum auf dem Kranzberger Pantaleonsberg wieder jeweils donnerstags und sonntags zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet. Und man hat die Zeit genutzt: Neue Exponate in neuen Vitrinen warten auf die Besucher.

Vier neue Vitrinen bestückt

Drei Personen dürfen – selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften – das Museum besuchen, Familien ausgenommen. Gruppen, wie sie früher in der Vor-Corona-Zeit des Öfteren gekommen waren und auch Führungen gebucht hatten, gebe es zurzeit freilich nicht, bedauert Berger. Allerdings hofft er, dass ab Herbst wieder Führungen vor Ort an der Ausgrabungsstelle in Bernstorf angeboten werden können.

Im Museum selbst haben Berger und seine Helfer vom Förderverein vier neue Vitrinen aufgebaut und bestückt: In zweien sind Steine beispielsweise mit Katzengold ausgestellt, die dem Museum von Manfred Moosauer, dem Entdecker des Goldschatzes von Bernstorf, übergeben wurden. Und dann hat das Team aus dem schier unendlichen Fundus des Heimatmuseums einige Exponate hinüber in das Bronzezeit Bayern Museum geschafft, die thematisch gut passen, erklärt Berger: So sind zum Beispiel drei Bronzetassen, die zwar nicht aus Bernstorf, sondern aus dem südeuropäischen Raum stammen, aber zeitlich zu den Funden bei Kranzberg passen, in eine neue Vitrine gewandert. Außerdem das Stück eines versteinerten Zahns eines Hauer-Elefanten, dazu Schalen und ein Krug, die man in Bernstorf gefunden hat.

Schmuckspange mit Geschichte

Eine besondere Geschichte gibt es zu einer Schmuckspange zu erzählen, die ebenfalls erstmals im Bronzezeit Bayern Museum zu sehen ist: Die wurde von Elvira und Eberhard Baier aus Kranzberg entdeckt, als Material aus der Grube bei Bernstorf für ihren Hausbau verwendet wurde. „Da hat was geschimmert“, berichtet Berger den Moment, als die Baiers den Fund mit Blick auf das Schüttmaterial machten. Im Heimatmuseum, so berichtet Berger, lagere derzeit noch „eine Unmenge“ an verschiedenen Funden – vor allem Stücke, die man aus dem Nachlass der Ende 2016 verstorbenen Traudl Bachmaier, der Kollegin von Moosauer und Mitentdeckerin der spektakulären Funde, erhalten hatte. Zur Beurteilung und Bewertung der Funde sei bereits eine Archäologin kontaktiert worden, erzählt Berger. Diese werde demnächst die Arbeit aufnehmen.

Neue Vitrine: Krüge oder auch eine Schmuckspange aus Bernstorf sind erstmals im Museum zu sehen.

Film aktualisiert

Und noch etwas ist seit der Wiedereröffnung des Bronzezeit Bayern Museums neu: Ein Film, der die Bedeutung und Erkenntnisse der Goldfunde zu Bernstorf den Besuchern erklärt, ist um die jüngsten Forschungsergebnisse ergänzt und somit auf den Stand der Dinge gebracht worden. Allerneueste Erkenntnisse wird es zudem sicherlich dann geben, wenn Vanessa Bähr, die selbst schon Grabungsleiterin in Bernstorf war, ihre demnächst zur Veröffentlichung anstehende Dissertation auch in einem Vortrag in Kranzberg präsentiere. Für Herbst sei das geplant, berichtet Alfons Berger. Es gibt eben immer etwas zu entdecken und immer etwas Neues im Bronzezeit Bayern Museum zu Kranzberg.

Gut zu wissen

Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter folgender Adresse: bronzezeit-bayern-museum.de.

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