Freude über das Schmuckstück bei (v. l.) Pfarrer Anton Erber, Bürgermeister Hermann Hammerl, Johanna Mayr, Gertraud Baierl, Charlotte Kohlmaier, Edith Baumgartner, Monika Futschik und Angelika Planz.
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Freude über das Schmuckstück bei (v. l.) Pfarrer Anton Erber, Bürgermeister Hermann Hammerl, Johanna Mayr, Gertraud Baierl, Charlotte Kohlmaier, Edith Baumgartner, Monika Futschik und Angelika Planz.

Kranzberger Einrichtung zuständig für das neue Angebot

Kranzberg eröffnet die feuerrote Bücherzelle

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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„Glücklich und zufrieden“ war Gertraud Baierl, die Leiterin der Gemeindebücherei St. Quirin in Kranzberg: 47 Jahre nach Gründung der Bücherei konnte man den Bücherschrank eröffnen.

Kranzberg - Eigentlich ist das neue Schmuckstück auf dem Parkplatz hinter dem Kranzberger Rathaus kaum zu übersehen: Mit feuerroter Folie ist die Bücherzelle beklebt. Wie Baierl bei der offiziellen Eröffnung des Bücherschranks sagte, habe man nicht erwartet, dass es ein derart „aufwändiger“ Prozess werden würde, bis die Bücherzelle Realität werde. Denn eigentlich habe man ja nur eine Telefonzelle der Telekom und „einen Quadratmeter Platz“ benötigt.

Realisierung hat sich hingezogen - Büchereimitarbeiter holten Telefonzelle in Potsdam ab

An der Gemeinde habe es allerdings nicht gelegen, dass sich das kleine, aber feine Projekt dann doch seit Antragstellung im April 2020 ein Jahr lang hingezogen habe. Denn die Gemeinde habe schnell entschieden, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Da habe dann die Pfarrei „nicht mehr auskönnen“, beschrieb Pfarrer Anton Erber die Zustimmung von kirchlicher Seite, die andere Hälfte der Kosten zu übernehmen.

Verzögerungen habe es gegeben, weil die Telekom die eigentlich für das dritte Quartal 2020 angekündigte Lieferung der Telefonzelle terminlich nicht halten konnte, so Baierl. Im Februar seien Mitarbeiter der Gemeinde nach Potsdam gefahren und hätten das Häuschen abgeholt. Danach habe sich ein Schreiner daran gemacht, aus der Telefonzelle einen kleinen Büchertempel zu schaffen, der nun jedem Bürger kostenlos offensteht. Wie das mit dem Bücherschrank funktioniert, steht an der Tür nachzulesen: Wer will, kann ein Buch mitbringen, das ein möglichst breites Publikum anspricht. Wenn er es – nach bestem Wissen und Gewissen – einsortiert hat, kann er sich dafür ein Buch aus der Bücherzelle entnehmen. Formalitäten gibt es keine, jedem Leser bleibt auch überlassen, ob er das Buch zurück in die Zelle bringt, behält, weiter verleiht oder in einem anderen Bücherschrank abgibt.

Die Pflege übernimmt Kranzbergs Gemeindebücherei St. Quirin

Verboten sind selbstverständlich Bücher mit pornografischem, rassistischem und gewaltverherrlichendem Inhalt. Die Pflege der neuen, feuerroten Bücherzelle übernimmt das Team der Gemeindebücherei St. Quirin.

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