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Auf der Ostseite der Grundschule soll der Anbau für die Erweiterung der Mittagsbetreuung erfolgen. Räte hatten die Örtlichkeiten im Vorfeld ihres Beschlusses begutachtet.

Grundschule

Tauziehen um Mittagsbetreuung beendet: Kranzberger Rat trifft Entscheidung

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Das jahrelange Tauziehen um die Mittagsbetreuung an der Grundschule in Kranzberg ist beendet. Der Gemeinderat hat eine Entscheidung getroffen.

Kranzberg – Die Eltern wollten es so, die Schulleitung hat darauf gedrängt, das Team der Mittagsbetreuung hat seinen Segen gegeben – und jetzt hat es auch der Kranzberger Gemeinderat akzeptiert: In der Sitzung am Dienstagabend stimmte das gesamte Gremium für eine bauliche Erweiterung der Mittagsbetreuung an der Grundschule. Trotz neuer Einmütigkeit im eigentlich in zwei Blöcke gespaltenen Rat konnten es einige Mitglieder doch nicht lassen, der anderen Seite den Schwarzen Peter für das jahrelange Tauziehen um die Einrichtung zuzuschieben.

„Mittagsbetreuung an der Grundschule zügig erweitern“ war der Titel des Antrags von KGL, SPD und CSU, der von allen Räten nun Grünes Licht erhielt. Demnach wird die Mittagsbetreuung auf der Ostseite der Schule in Pavillon-Bauweise erweitert. Dabei entstehen zu den bereits vorhandenen zwei Räumen noch zwei weitere, sodass künftig genug Kapazitäten für die Essensausgabe, für Hausaufgabenbetreuung, Toben und Ruhen bestehen.

Mittagsbetreuung: Vielleicht kommen sogar neue Toiletten

Bis dato konnte das Mittagsbetreuungsteam von 11 bis 13 Uhr nur zwei Räume nutzen und dann stunden- und wechselweise Turnhalle und andere Klassenzimmer, die über das riesige Gebäude verteilt sind. Darüber hinaus werden in der Essensausgabe schalldämmende Maßnahmen getroffen, um den Lärm dort zu reduzieren.

Die Antragsteller regten auch an, im neuen Trakt Toiletten zu installieren. Die Betreuerinnen hatten in der Sozialausschusssitzung acht Tage zuvor berichtet, dass die Wege zwischen Essensausgabe und sanitären Anlagen so weit seien, dass die Kinder von einer Mitarbeiterin begleitet werden müssten. „Toiletten sind bisher nicht vorgesehen“, betonte Bürgermeister Hermann Hammerl. „Da müssten wir die Planung ändern.“

Gemeinderäte kritisieren sich gegenseitig

Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, entschied das Gremium, den Plan in seiner jetzigen Form im Landratsamt einzureichen. Zugleich wurde das Bauamt beauftragt, die Realisierung sanitärer Einrichtungen im Anbau zu prüfen. Sollte das möglich sein, könnte die Gemeinde bei der Kreisbehörde eine Tektur einreichen. „Ich halte das nicht für optimal. Aber die schnelle Lösung wird eben gewünscht“, sagte Hammerl über den Anbau. Bereits vor der Ausschusssitzung hatten Eltern bei der Bürgerversammlung Alarm gemacht.

„Diese Mittagsbetreuung könnten wir heute schon haben“, bilanzierte Johann Halbinger (CSU) im Hinblick darauf, dass genau dieser Antrag bereits 2018 beschlossen, im September 2019 aber plötzlich vom Rat blockiert worden war. „Mit eineinhalb Jahren Verzögerung sind wir jetzt da, wo wir schon waren.“ Die FWG-Räte, an die sich die Kritik richtete, entgegneten, dass ihr Vorschlag von 2017 ebenfalls abgewürgt worden sei. 2. Bürgermeister Anton Hierhager mahnte an: „Wir sollten jetzt in die Zukunft blicken.“

Beschlossener Anbau „himmelweit von optimaler Lösung“ weg

Und da, so sieht es die FWG, könne der Anbau nur eine Zwischenlösung sein. „Die nimmt vorerst den Druck aus dem Kessel“, heißt es in einer von Georg Hammerl verlesenen Erklärung der Fraktion. Aber: „Wir sind noch himmelweit von einer optimalen Lösung entfernt.“ Der Lärm in der Essensausgabe werde trotz Schallschutzmaßnahmen beträchtlich bleiben, die Wege seien noch immer weit. Ergo: „Am bestehenden Schulstandort muss ein zusätzlicher Bau entstehen.“

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