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Interkommunale Gemeinderatssitzung: Die Gremien aus Fahrenzhausen (links), Kranzberg (Mitte) und Allershausen (rechts) beschlossen am Montag das IKEK.

Integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) 

Damit die Zuschüsse sprudeln

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Die Weichen für die nächsten Jahre sind gestellt: Allershausen, Fahrenzhausen und Kranzberg haben das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) beschlossen. Das spült Geld in die Kasse. Und: „Jetzt geht die Arbeit los.“

Kranzberg – Vorne am Tisch die drei Bürgermeister, die Verwaltung und die Planer, im Saal – fein säuberlich nach Tischen getrennt – die drei Gemeinderäte aus Allershausen, Fahrenzhausen und Kranzberg. Die gemeinsame Sitzung der drei Gremien am Montag auf dem Pantaleonsberg hatte eine klare Mission: IKEK beschließen und so die Basis dafür schaffen, dass man für zahlreiche Projekte in den kommenden Jahren viel Zuschüsse bekommt.

Die Glonnterrassen in Allershausen waren die erste Maßnahme, bei der eine der drei Gemeinden von dem Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ profitierte: Statt 40 000 Euro Zuschuss habe man 1,1 Millionen bekommen, berichtete Allershausens Bürgermeister Rupert Popp. Das Geheimnis: „interkommunal“. Denn gleichzeitig hatte Fahrenzhausen die Sanierung des Alten Wirts und Kranzberg den Umbau des Kirchenvorplatzes als Projekte eingebracht, für die dann auch die Gelder fließen werden.

Alle drei Maßnahmen sind folglich auch im IKEK (Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept) enthalten, das Landschaftsarchitekt Dietmar Narr in Abstimmung mit den Gemeinden erarbeitet, mit der Regierung abgesprochen und nun den drei Gremien vorgestellt hat: Bestandsaufnahme, Analysen, Handlungsbedarf, Leitbild, Ziele, – das und vieles mehr ist auf 173 Seiten erarbeitet worden.

Und selbstverständlich die Maßnahmen, die von den Gemeinden als mögliche Projekte für die kommenden Jahre vorgegeben worden waren. Wie Narr und die Bürgermeister Popp, Heinrich Stadlbauer und Hermann Hammerl immer wieder betonten, verpflichte diese Maßnahmenliste keinesfalls zur Umsetzung und könne auch noch ergänzt werden. Doch um an Zuschüsse in Höhe von rund 60 Prozent zu gelangen, brauche man dieses Konzept, so die Vorgabe der Regierung. Und auch wenn Projekte enthalten seien, die über das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ nicht gefördert würden, könne man die jeweiligen Daten dafür verwenden, andere Fördertöpfe anzuzapfen.

Die Gremien aus Allershausen und Fahrenzhausen votierten einstimmig für das IKEK. Nur in Kranzberg war man etwas skeptisch, Sonja Kieslinger stimmte sogar gegen das IKEK. Grund: Bei der Bestandsaufnahme komme Kranzberg „schlecht weg“ und dagegen wehre sie sich. Zudem stimmten manche Angaben nicht. Der Planer solle gefälligst „nicht bloß irgendwas hinschreiben, nur damit man was abgibt“. Nein, das müsse schon stimmen, da müsse man „jetzt mal auf den Tisch hauen“. Und wo denn überhaupt diese ganzen Maßnahmen und Vorhaben herkämen, die für Kranzberg im IKEK verzeichnet seien? Narr konterte, es sei wahrlich nicht wichtig für die Grundsatzentscheidung, ob in Kranzberg drei oder vier Häuser leer stünden. Und Bürgermeister Hammerl zog eine Liste hervor, auf der alle Projekte für IKEK verzeichnet waren, die der Kranzberger Gemeinderat am 19. Januar 2016 beschlossen habe. So wie die beiden anderen Gremien eben auch. Und noch etwas musste man den Skeptikern am Montag immer wieder versichern: Welches Projekt wann umgesetzt wird, das entscheidet der Gemeinderat in jedem einzelnen Fall.

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