Genug Geld auf der hohen Kante

Kranzberg: Mehr Kreisumlage, mehr Personalkosten - aber insgesamt ein guter Haushalt

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Am 17. April wird der Gemeinderat Kranzberg den Haushalt für das laufende Jahr beschließen. Am Dienstag hat sich der Finanzausschuss bereits mit dem Zahlenwerk beschäftigt und auf alle Posten des Etats einen Blick geworfen. Angesichts der Finanzlage der Gemeinde ein entspannter Blick.

Kranzberg – 7,485 Millionen Euro umfasst der Verwaltungshaushalt der Gemeinde Kranzberg für das Jahr 2018. Noch wichtiger: 3,772 Millionen Euro hat man heuer für den Vermögenshaushalt vorgesehen. Und am wichtigsten: Nachdem man seit 2016 schuldenfrei ist, ist für 2018 wieder eine Kreditaufnahme vorgesehen, die den Schuldenstand zum Jahresende auf 332 500 Euro steigen lassen könnte. Angesichts von voraussichtlich 2,7 Millionen Euro, die die Gemeinde Ende 2018 noch auf der hohen Kante hat, beunruhigt das aber auch niemanden.

Was die von Klaus Burgstaller eingearbeiteten Zahlen im Einzelnen betrifft, sind zwar manche Tendenzen erkennbar, aber keine allzu großen „Ausreißer“. So hat man die Einnahmen aus der Gewerbesteuer vorsichtig und sorgfältig mit 950 000 Euro angesetzt – und damit weit unter dem, was diese Einnahmeposten in 2016 und 2017 in die Kasse gespült hatte (nämlich 1,17 beziehungsweise 1,22 Millionen Euro). Aber Bürgermeister Hermann Hammerl merkte dazu an: „Es könnte sein, dass mehr kommt.“ Ziemlich genau weiß man, was heuer an Einkommensteuerbeteiligung kommt: 3,26 Millionen Euro, was die Tendenz der seit vielen Jahren steigenden Einnahmen aus diesem Bereich fortsetzt. Hammerl dazu: „Das ist unser größter Posten.“ Schlüsselzuweisungen vom Freistaat erhält Kranzberg heuer auch: 291 100 Euro sind zugesagt – und damit rund 60 000 weniger als 2017.

Auch bei den Ausgaben gibt es zwei wichtige Posten, bei denen die Pfeile seit Jahren nach oben zeigen. Das ist zum einen die Kreisumlage, also die Summe, die man an den Landkreis abführen muss. 2,1 Millionen Euro werden es heuer sein. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 1,9 Millionen, 2007 gar „nur“ 1,16 Millionen Euro. Und da sind zum anderen die Personalausgaben: 2,26 Millionen Euro werden es heuer sein. Zum Vergleich: 2017 waren es 2,14 Millionen, 2007 „nur“ 983 000 Euro.

Eine für Kämmerer und Bürgermeister wichtige Zahl ist stets die, die hinter „Zuführung zum Vermögenshaushalt“ steht: Im Falle des Kranzberger Etats von 2018 ist das 471 900 Euro zu lesen. Wie gesagt: Zudem ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 350 000 Euro geplant. Zudem wird man den vorhandenen Rücklagen 1,446 Millionen Euro entnehmen.

Wofür? Fast steht im Investitionsplan, der neben vielen kleineren Ausgaben auch ein paar große Brocken aufweist: 394 000 Euro wird man für das neue HLF 20 der Kranzberger Feuerwehr ausgeben, 136 000 Euro kosten die Whiteboards für die Grundschule. Der Spielplatz am Kranzberger See ist mit 150 000 Euro eingeplant, 233 000 Euro werden in Straßensanierungen investiert. Die größten Summen im sechsstelligen Bereich sind für Grunderwerb eingeplant - beispielsweise für Ökoausgleichsflächen, für städtebauliche Planungen und einen Radweg oder auch für den Hochwasserschutz am Thalhauser Graben.

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