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Neue Heizung für Kranzberger Rathaus und Bauhof: Hackschnitzel sind der Favorit

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Über eine neue Heizmöglichkeit fürs Rathaus und den Bauhof macht sich der Gemeinderat Kranzberg aktuell Gedanken.
Über eine neue Heizmöglichkeit fürs Rathaus und den Bauhof macht sich der Gemeinderat Kranzberg aktuell Gedanken. © Symbolbild: spata/Dpa

Das Rathaus und der Bauhof in Kranzberg brauchen eine neue Heizung. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen - der Favorit sind Hackschnitzel.

Kranzberg – Mit der künftigen Beheizung des Rathauses und des örtlichen Bauhofs musste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auseinandersetzen. Ein konkreter Beschluss wurde zwar noch nicht gefasst, jedoch tendierte das Gremiums deutlich zu einer Hackschnitzelheizung.

Das Rathaus der Gemeinde Kranzberg wird aktuell im Obergeschoß mit Gas beheizt, das Untergeschoß läuft mit einer Stromheizung. Ähnlich aufgeteilt ist die Heizsituation im örtlichen Bauhof: Das Obergeschoß wird durch eine alte Gastherme warmgehalten, im Untergeschoß wird mit einem Stückgutkessel geheizt. Klar ist: Die Wärmebeschaffung ist in die Jahre gekommen, für die Gasheizung im Rathaus werden bereits keine Ersatzteile mehr produziert. Der Stückgutkessel im Bauhof hat vom Kaminkehrer bereits eine Gnadenfrist bekommen: Bis 2023 muss Ersatz her.

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Um sich auf ein weiteres Vorgehen zu einigen, war in der Sitzung des Gemeinderats Martin Regler anwesend. Er stellte dem Gremium verschiedene Möglichkeiten vor, wie die beiden Gebäude zukünftig beheizt werden könnten. Laut Regler könne man entweder ein Nahwärmenetz über eine Hackschnitzelheizung oder eine moderne Stückgutheizung im Bauhof errichten. „Im Falle einer Stückgutheizung könnte man die Abfälle, die bei der regelmäßigen Grünpflege in der Gemeinde entstehen, direkt zum Heizen verwenden.“ Trotzdem fand der Vorschlag wenig Anklang bei den Gemeinderäten: „Das manuelle Einheizen ist keine Alternative zur Hackschnitzelheizung“, sagte etwa CSU-Gemeinderat Franz Braun. Die Tendenz ging im gesamten Gremium eher in Richtung Hackschnitzelheizung.

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatte Bürgermeister Hermann Hammerl beim Landratsamt angefragt, ob man die Wärmeleitungen über die nahe gelegene Brücke verlegen dürfe. Eine endgültige Antwort hat die Gemeinde darauf noch nicht bekommen, allerdings habe das Landratsamt eher Nein als Ja signalisiert, so Hammerl. Diese Antwort verärgerte Gemeinderat Franz Braun: „Die müssen halt auch ein bisschen mitziehen, das kann ja nicht sein.“ Auch Rätin Sonja Kieslinger (FW) fand die negative Rückmeldung seitens des Landratsamts kritisch: „Vielleicht könnte man dort mal ausrichten, dass die Energiewende nur gemeinsam gelingt.“ Bauamtsleiter Manfred Thurner und Bürgermeister Hermann Hammerl kündigten weitere Nachfragen an.

Vorerst traf das Gremium also keine Entscheidung, sprach aber eine klare Tendenz zu einer Hackschnitzelheizung aus.

Pascale Fuchs

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