Bei einer Zwischenbegehung machten sich die Kranzberger Gemeinderäte ein Bild vom Baufortschritt im Mehrgenerationenhaus.
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Bei einer Zwischenbegehung machten sich die Kranzberger Gemeinderäte ein Bild vom Baufortschritt im Mehrgenerationenhaus.

Gemeinderat besichtigt Baustelle

Mehrgenerationenhaus in Kranzberg soll etwas „Warmes fürs Herz“ werden

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Um das Mehrgenerationenhaus in Kranzberg gab es ein langes Tauziehen. Jetzt warf der Gemeinderat einen Blick auf die Baustelle.

Kranzberg - Gebauter Klimasschutz und ein Bauprojekt, das etwas „Warmes fürs Herz“ ist: So hat Architekt Johannes Dantele das Mehrgenerationenhaus in Kranzberg beschrieben, als der Gemeinderat am Dienstag zu einer „Zwischenbegehung“ gekommen war.

Die wichtigste Botschaft: Man ist optimistisch, das zweite Quartal des Jahres 2022 als Fertigstellungstermin halten zu können. Man liege „ganz gut im Zeitplan“, betonte Dantele also zu Beginn der Führung. Das sei schön. Noch schöner sei, dass der Holzbauer seine Ware bekomme. Ob das in diesen schwierigen Zeiten mit der Materiallieferung auch klappt, wenn es an den Innenausbau geht, sei schwer abzuschätzen, so Dantele. Deshalb: „Wir fahren auf Sicht.“

Die vier Gebäude des Ensembles in unterschiedlichen Bauphasen

Die insgesamt vier Gebäude, aus denen das Ensemble besteht, befinden sich in unterschiedlichen Bauphasen: Beim gemauerten Gemeinschaftshaus fehlen noch Dachstuhl und Dach, das lang gestreckte Funktionsgebäude ist schon eingedeckt, für das künftige Haus 1 ist die Bodenplatte gegossen, bei Haus 2 ist der Holzbauer schon im ersten Stock angekommen.

Dantele erläuterte, dass das Erdgeschoß in Press-Sperrholz-Bauweise errichtet werde, die Außenwände in den Obergeschoßen als Rahmenbau aus Holz ausgeführt würden. Demnächst sollen Dachstuhl und Fenster folgen, davor noch die Balkone eingehängt werden, danach gehe es in Haus 2 mit dem Innenausbau los, während sich die Holzbau-Firma der Errichtung von Haus 1 zuwende.

Teeküche beschäftigt den Gemeinderat

Die Gemeinderäte zeigten sich angetan von dem Baufortschritt und der Bauweise, aber auch von der Größe der rund 60 beziehungsweise 100 Quadratmeter großen Wohnungen, vor allem aber, dass man von den Terrassen aus einen Blick ins Grüne und auf Bäume habe. „Kleinod“, „ein Traum“ waren etwa Kommentare zu dieser Wohnsituation.

In der anschließenden Gemeinderatssitzung auf dem Pantaleonsberg ging es dann um die Teeküche im Gemeinschaftshaus und um die nächsten Auftragsvergaben. Nach längeren Diskussionen wurde beschlossen, die Teeküche mit einer (platzsparenden) Schiebetür auszustatten, sich im Abstellraum an der Planung zu orientieren und somit nachträglich kein Fenster herauszubrechen, da die Beleuchtung über einen Bewegungsmelder gewährleistet sei. Angeschafft wird eine Industrie-Spülmaschine.

Auftragsvergaben erfolgen einstimmig

Der Auftrag für die Fliesenarbeiten im Mehrgenerationenhaus wurde für 94 400 Euro vergeben (angesetzt waren 80 000 Euro), die Arbeiten für den Bodenbelag wurden für knapp 65 000 Euro beauftragt (hier waren 102 000 Euro angesetzt), die Metallbau-Arbeiten werden 10 500 Euro kosten (gerechnet hatte man mit 8000 Euro), der Auftrag für Schreiner-Arbeiten wurde für 5380 Euro erteilt (geschätzt waren 4000 Euro). Alle Auftragsvergaben erfolgten einstimmig.

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