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Rot gegen braun: Allershausen bevorzugt die Waldrandtrasse (braune Linie), Kranzberg die Variante S 1c-ost (rote Linie). Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Kranzberg stellt sich quer

Straßen-Schach um die Ortsumfahrung Allershausen

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Kranzberg - Auf die guten Nachrichten für Allershausen folgen sofort wieder schlechte. Was die Variante angeht, die Bauamt und Gemeinde favorisieren, stellt sich der Nachbar aus Kranzberg quer. Der Ton wird schärfer.

Kranzberg – Wie berichtet wurde die Ortsumfahrung in die erste Dringlichkeitsstufe des Ausbauplans für Staatsstraßen in Bayern aufgenommen. Das Staatliche Bauamt wurde mit der Fortführung der Planungen beauftragt. Doch bei der favorisierten Variante der Behörde, der Waldrandtrasse, stellt sich Kranzberg quer.

Hermann Hammerl: Kranzbergs Bürgermeister geht in die Offensive.

„Dafür sehe ich keine Chance“, betonte Bürgermeister Hermann Hammerl im Gemeinderat und zählte nochmals die Nachteile der Waldrandtrasse auf. Die Strecke sei länger, führe zum Teil über einen Baggersee, der zugeschüttet werden müsse, und durchschneide zudem einen Acker. Die Variante wäre also nur auf Kosten einer Enteignung des Landwirts zu realisieren. „Und das ist nicht durchsetzbar, wenn es Alternativen gibt“, betonte Hammerl.

Die von der Gemeinde Kranzberg favorisierte Trasse lehnt indes das Bauamt ab, weil sie in Ampernähe liegt. Für Hammerl aber stellen FFH-Gebiete kein generelles Sperrgebiet dar, wie entsprechende Straßenplanungen im Norden Münchens belegen würden. Tatsächlich wird das naturschutzfachliche Gutachten derzeit überarbeitet.

Zwar ist der Konflikt der Nachbargemeinden in dieser Sache nicht neu, doch der Ton wird nun schärfer. Hammerls Rat an die Planer: „ Die sollen wie beim Schach nicht nur den nächsten Zug bedenken und dann jammern, wenn ihre Ideen nicht angenommen werden.“

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