Flächennutzungsplan

Kranzberger Dilemma: Dringend benötigte Planung setzt Ängste frei

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Dreimal binnen zwei Wochen hat sich der Kranzberger Gemeinderat in Klausur begeben. Ein Treffen hatte es dabei in sich.

Kranzberg – Als das Gremium in der ersten Sitzung über den Kommunalen Wohnungsbau beriet (wir haben berichtet), ging es dem Vernehmen nach noch ruhig und sachlich zu. Auch das Thema der dritten Runde, welche europäischen Regeln bei der Etablierung eines Einheimischenmodells für künftige Baugebiete eingehalten werden müssen, sorgte nicht für große Hitzewallungen.

„Die mittlere Sitzung war da schon knackiger“, berichtete Bürgermeister Hermann Hammerl auf Nachfrage. Damit war zu rechnen, ging es da doch um den Flächennutzungsplan – die Grundlage für künftige Wohnbebauung. Viele warten sehnsüchtig darauf, weil die Gemeinde derzeit über keinen Baugrund mehr verfügt. Wie berichtet, ist die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde groß, auch in der eigenen Bevölkerung. „Andererseits kommen jetzt die Ängste zum Vorschein“, berichtete Hammerl. In den Ortsteilen sei die Umwandlung von Dorf- in Mischgebiete umstritten, da die Landwirte dadurch Einschränkungen befürchten. Im Hauptort regt sich Unruhe, weil der Verkehr zunehmen könnte. „Hier einen guten Mittelweg zu finden, wird die Kunst sein“, sagte der Bürgermeister.

Dabei muss der Rathauschef auch im Rat seine Moderationskünste unter Beweis stellen. Denn dort hatte es ebenfalls Unruhe gegeben. So hatte Ursula Enghofer (FWG) die Tragweite des Flächennutzungsplans betont: Es gehe um 60 Prozent mehr Wohnungsbau und um 139 Prozent mehr Gewerbe in der Gemeinde. Die Ergebnisse, die bei dieser Klausurtagung erzielt wurden, kommen jetzt – wie der kommunale Wohnungsbau – öffentlich auf den Tisch: in der nächsten Ratssitzung. Die findet am kommenden Dienstag statt – und könnte knackig werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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